Verbindungs- und Brennschneidverfahren

  • Ulrich Zwicker
Part of the Reine und angewandte Metallkunde in Einzeldarstellungen book series (METALLKUNDE, volume 21)

Zusammenfassung

Die Fügetechnik der Verbindungsverfahren und die Brennschneidverfahren müssen den besonderen Eigenschaften des Titans und der Titanlegierungen angepaßt werden. Die Aufnahme besonders bei Temperaturen ab 500 °C von Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff, die zu einer unerwünschten Verminderung des Formänderungsvermögens führt, begrenzt die Anzahl der Verbindungsverfahren auf solche, die entweder unter Ausschluß dieser Gase arbeiten (Schmelzschweiß- und Lötverfahren unter Salz, Edelgas oder im Vakuum) oder auf solche, die nur mit einer kurzen Erwärmungszeit arbeiten (Preßschweißverfahren, wie Punkten, Rollennahtschweißen, Abbrennstumpfschweißen u.ä.). Bei Preßschweiß verfahren muß die hohe Festigkeit insbesondere der Legierungen bei niedrigen Temperaturen, die eine hohe Preßkraft beim Schweißen erfordert, berücksichtigt werden. Eine weitere charakteristische Eigenschaft des Titans und der Titanlegierungen ist die Neigung zur Bildung von spröden intermetallischen Verbindungen mit der Mehrzahl der Metalle, was besonders bei der Auswahl geeigneter Lote und beim Plattieren beachtet werden muß. Schließlich erfolgen bei der Abkühlung von der Schweiß-, Brennschneid- oder Löttemperatur meist eine oder mehrere Phasenumwandlungen, wobei sich vielfach Zwischenphasen bilden können, die zu einer Verminderung des Formänderungsvermögens führen. Insbesondere wenn sich gleichzeitig ein sehr grobes Korn gebildet hat, kann das Formänderungsvermögen meist nur teilweise durch eine nachträgliche Wärmebehandlung wieder verbessert werden. Nach entsprechender Anpassung können jedoch viele der bei anderen Metallen und Legierungen üblichen Verbindungs- und Brennschneidverfahren auch bei Titan und seinen Legierungen angewandt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • Ulrich Zwicker
    • 1
  1. 1.Institut für Werkstoffwissenschaften II (Werkstoffkunde und Technologie der Metalle)Technische Fakultät der Universität Erlangen-NürnbergDeutschland

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