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Einleitung

  • Johannes Friedrich
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 51)

Zusammenfassung

In der Geistesgeschichte der Menschheit ist die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert nicht weniger bedeutsam als die vom 15. zum 16., mit der herkömmlich-schematisch der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit bezeichnet wird. Waren es um 1500 Entdeckungen und Renaissance, die dem menschlichen Erkennen und Denken neue Gestalt gaben, so ist auch die Zeit um 1800 herum — ganz abgesehenvon dem damals beginnenden Umbruch des politischen Denkens — gekennzeichnet durch eine ganze Reihe umwälzender neuer Erkenntnisse, vor allem in Naturwissenschaft und Technik und, mit der Technik zusammenhängend, im Verkehr, die es rechtfertigen könnten, auf den genannten Gebieten die Neuzeitetwa mit dem Jahre 1800 anbrechen zu lassen. Dieser Wende im naturwissenschaftlichen Denken geht eine entsprechende in verschiedenen Geisteswissenschaften parallel. Beispielsweise gewinnt damals die Altertumswissenschaft durch Winckelmann, durch das jetzt intensivere Studium der inschriftlichen Originaldokumente usw. ihr neues Gesicht, und es wird damals eine wirkliche Sprachwissenschaft durch die Erkenntnis der indogermanischen Sprachgemeinschaft, durch das Studium des germanischen Altertums und durch eine systematische Untersuchung und Gruppierung aller erkennbaren Sprachen der Erde überhaupt erst angebahnt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Johannes Friedrich
    • 1
  1. 1.1 Berlin 41Deutschland

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