Geographische Verbreitung; Wanderungen

  • Everhard Johannes Slijper
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 80)

Zusammenfassung

Wir haben in den vorigen Kapiteln schon gesehen, daß die großen Wale sich im allgemeinen nur mit sehr kleinen planktonischen Krebsen (dem Krill) ernähren und daß das Vorkommen des Krill wieder vom Vorkommen kleiner pflanzlicher Organismen, der Diatomeen, abhängt. Die Entwicklung pflanzlicher Organismen hängt wieder in erster Linie von der Anwesenheit von Kohlensäure, Sauerstoff und anorganischen Bestandteilen im Meereswasser ab. Kohlensäure und Sauerstoff sind in kaltem Wasser in größerer Menge vorhanden als in warmem Wasser, während andererseits Bakterien — die öfters einen großen Teil der vorhandenen Nahrung verbrauchen — in den kalten Gewässern weniger gut gedeihen als in den Tropen und Subtropen. Deswegen gibt es im allgemeinen in den warmen Gewässern wenig, in den kalten dagegen viel Plankton. Die anorganischen Salze werden in der südlichen Hemisphäre dem Oberflächenwasser von einem tiefen aus den Tropen stammenden Wasserstrom zugeführt, der etwa beim 53. Breitegrad an die Oberfläche kommt. Die Zufuhr großer Mengen anorganischer Nahrungsbestandteile an ein kohlensäure- und sauerstoffreiches Wasser schafft die idealen Umstände für die Entwicklung pflanzlichen und tierischen Planktons.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Everhard Johannes Slijper
    • 1
  1. 1.Universität von AmsterdamNetherlands

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