Advertisement

Sechster Congress

Gehalten zu Wiesbaden, vom 13.–16. April 1887
  • E. Leyden
  • Emil Pfeiffer

Zusammenfassung

Herr Leyden eröffnet die Sitzung mit folgender Ansprache:

Meine hochgeehrten Herren Collegen! Hochansehnliche Versammlung!

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

  1. *).
    J. Kant sagt von der Medicin: „Der Arzt ist ein Künstler, der doch, weil seine Kunst unmittelbar von der Natur entlehnt, und um dessen willen, von einer Wissenschaft der Natur abgeleitet werden muss, etc.Google Scholar
  2. *).
    In seiner „Pathologischen Physiologie des Blutes“ führt Wunderlich folgenden Gedanken aus: „Das Losungswort der physiologischen Heilkunde sollte nicht so verstanden werden, als oh der Anatom, der Physiologe, der physiologische Chemiker dem Arzte vorzuschreiben, oder ihm Vorschriften zu octroyiren hätten, sondern uns Aerzten selbst, uns und ganz allein uns sollte es zustehen, die Anwendbarkeit der anatomischen und chemischen Entdeckungen auf das Verfahren am Krankenbett zu prüfen.“Google Scholar
  3. *).
    Auf der Naturforscher-Versammlung zu Cassel im Jahre 1878 hat C. Hüter in der zweiten öffentlichen Sitzung einen Vortrag gehalten: „Der Arzt und sein Verhältniss zur Naturforschung und der Naturwissenschaft”. Die darin niedergelegten Ideen meines genialen, zu früh verstorbenen Freundes haben Anspruch auf all gemeinere Beachtung. Ich beschränke mich darauf, hier einige Passus zu citiren: „Der Arzt gehört zu den Naturforschern, nicht nur deshalb, weil aus der practischen Medicin bedeutende Zweige der Naturwissenschaften sich entwickelten, auch nicht nur deshalb, weil wir Aerzte für die Lösung unserer practischen Aufgaben der Hülfe und Leitung der Naturwissenschaften nicht mehr entbehren können, sondern auch deshalb, weil der Arzt für sich ein Naturforscher sein und bleiben muss. Die practische Medicin bedarf jetzt und schon seit langer Zeit der Hülfe und Ueberwachung, der bestimmten Leitung der Naturwissenschaften. Aber trotz der Abhängigkeit, in welcher die practische Medicin sich von den Naturwissenschaften fühlt, darf sie auch innerhalb des Kreises der Naturforscher für sich und für ihre Bedürfnisse Gehör verlangen.“ — „Es ist meine Absicht, zu zeigen, an welchen Punkten die wissenschaftliche Methode für die Aufgaben der practischen Medicin sich als unzureichend erweisen muss. — Ein wesentlicher Unterschied liegt in dem Object der Medicin. Das Genus Homo ist von allen übrigen lebenden Wesen abgegrenzt und einer eigenen Wissenschaft reservirt.“ — „Weil es sich um unser eigenes Genus handelt, weil wir ein menschliches Interesse haben, die Exemplare dieses Genus möglichst vor dem Zufall der Krankheit, vor dem Verlust der Arbeitsfähigkeit, vor dem allzu frühen Tod zu bewahren, deshalb ist die medicinische Wissenschaft entstanden.“Google Scholar
  4. *).
    Ars longa, Vita brevis, Occasio praeceps, Experientia fallax, Judicium difficile.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • E. Leyden
  • Emil Pfeiffer

There are no affiliations available

Personalised recommendations