Advertisement

Der Magnet als Hilfsmittel zur Extraktion von Fremdkörpern aus dem Auge

  • G. Landwehr
Part of the Symposien der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft book series (OPH.GES.)

Zusammenfassung

Vor etwa 100 Jahren wandte Hirschberg [1] zum erstenmal einen Elektromagneten zur Entfernung ferromagnetischer Fremdkörper aus dem menschlichen Auge an. Zu jener Zeit waren die phänomenologischen Grundlagen des Magnetismus bereits ziemlich vollständig erforscht, so daß die wissenschaftlichen Voraussetzungen für die Entwicklung leistungsfähiger Magneten für die Augenheilkunde vorhanden waren. Dagegen hat die Laboratoriumstechnik in den letzten Jahrzehnten merkliche Fortschritte gemacht, so daß es angebracht erscheint, den derzeitigen Stand der Magnettechnik in der Augenheilkunde kritisch zu beleuchten. Das soll in folgendem geschehen. Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise von Magneten wird auf die physikalischen Grundlagen der Magnetostatik eingegangen. Dies scheint gerechtfertigt, da insbesondere das Gebiet des Ferromagnetismus relativ komplex ist, sobald Details eine Rolle spielen. Sodann werden Vorschläge für die Verbesserung der in der Augenheilkunde üblichen Magnete gemacht. Zur Verminderung des Traumas bei der Extraktion von Fremdkörpern erscheint es zweckmäßig, in Zukunft gepulste Magnete zu verwenden. Um über die wünschenswerten physikalischen Eigenschaften Aufschluß zu erhalten, wurden Vorstudien begonnen, bei denen der zeitliche Verlauf der Annäherung eines Fremdkörpers an einen Magneten analysiert wurde. Die Magnetfelder von handelsüblichen Handmagneten wurden ausgemessen und werden mit den Meßergebnissen verglichen, die an einem Mellinger-Innenpolmagneten mit verschiedenen Griffeln gewonnen wurden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Duke-Elder, St.: System of Ophthalmology vol. XIV, Part 1, Kingston, London 1972, S. 616.Google Scholar
  2. 2.
    Im folgenden werden Vektoren wie in der physikalischen Literatur üblich durch einen Pfeil über der jeweiligen Größe dargestellt.Google Scholar
  3. 3.
    Kohlrausch, F.: Praktische Physik, Bd. 2, Hrsg. G. Lautz und R. Taubert. Stuttgart: B. G. Teubner Verlag 1968, S. 354. A. Sommerfeld: Vorlesungen über Theoretische Physik Bd. III: Elektrodynamik. Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft.Google Scholar
  4. 4.
    The vitrous in clinical ophthalmology, Chapter 2, N. S. Jaffe. St. Louis: C. V. Mosby Co. 1969.Google Scholar
  5. 5.
    Endt, P. M., Doesschate, J. ten: British J. Ophthalm. 33, 97 (1949).CrossRefGoogle Scholar
  6. 6.
    Thiel, R.: Klin. Mbl. Augenheilk. 112, 258 (1947).Google Scholar
  7. 7.
    Auch, K.: Widerstandsänderung von Kalium bei 4,2 K in magnetischen Längsfeldern bis 110 kG. Dissertation TH Braunschweig 1963.Google Scholar

Copyright information

© J. F. Bergmann-Verlag, München 1977

Authors and Affiliations

  • G. Landwehr
    • 1
  1. 1.Physikalisches InstitutUniversität WürzburgDeutschland

Personalised recommendations