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Pupillomotorisch wirksame aberrierende Regeneration nach Oculomotoriusparesen

  • R. Schellenbeck
  • H. Borgmann
  • P. Eberwein
Chapter
Part of the Symposion der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft book series (OPH.GES.)

Zusammenfassung

Auf pathologische Mitbewegung des M. sphincter pupillae, gekoppelt an die Aktion einzelner vom N. oculomotorius versorgter Augenmuskeln, ist bereits 1895 von Jessop hingewiesen worden. Für diese nach Oculomotoriusparesen auftretenden Mitbewegungen der Pupille hat dann später erstmals Bielschowsky der Lipschitzschen Theorie folgend pathogenetisch eine aberrierende Regeneration angenommen. Das im Einzelfall offenbar nur Zufälligkeiten folgende Ausmaß von Regeneration, aberrierender Regeneration und verbleibender Parese macht verständlich, daß es fließende Übergänge von einer ganz offensichtlich ausgeprägten „Miosis on adduktion“ bis zu der Beobachtung mit dem bloßen Auge praktisch nicht mehr zugänglichen blickrichtungsabhängigen Sphinkterkontraktionen geben muß. Es darf angenommen werden, daß unter konstanter Einhaltung der sensorischen Ausgangssituation eine photographische bzw. pupillographische Registrierung nach Oculomotoriusparesen weit mehr pathologische Mitbewegungen der Pupille enthüllen würde. So ist die Schätzung von Walsh und Hoyt, daß es in 25% aller Oculomotoriusparesen zu einer pupillomotorisch wirksamen falschen Regeneration kommt, sicher nicht zu niedrig angesetzt.

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Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1973

Authors and Affiliations

  • R. Schellenbeck
    • 1
  • H. Borgmann
    • 1
  • P. Eberwein
    • 1
  1. 1.Freiburg i. Brsg.Deutschland

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