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Schizophrene Mystifikation als Abwehr und Wunscherfüllung

  • Léon Wurmser

Zusammenfassung

Das folgende ist ein Essay über die Interpretationsmöglichkeiten einiger psychotischer Manifestationen und wie man sie als Teil eines Modells sehen kann, das auf die psychoanalytische Konflikttheorie aufgebaut ist. Das bedeutet jedoch nicht, daß das in unserer Zeit vieldiskutierte Konzept des „strukturellen Defizits“ oder „Defekts“ schlechthin zurückgewiesen wird. Besonders bei Schizophrenen mögen solche „Defekte“ von größter Wichtigkeit sein. Dennoch sollte dieses erklärende Konstrukt nicht als Hecke benutzt werden, hinter der man sich verbergen und dem absagen könnte, was die Psychoanalyse ihrem innersten Wesen nach ist: nämlich das Studium des Menschen in seinen Konflikten. Jedes schizophrene Symptom sollte wenigsten versuchsweise einer Auflösung in Polaritäten unterworfen — d. h. als miteinander in Konflikt stehende Gegensätze — und somit als Kompromißbildung verstanden werden. Erst nachdem diese Bemühung erfolgreich ist (oder sich deutlich als Mißerfolg erwiesen hat), scheint es mir legitim zu sein, zu untersuchen, wie eine Strukturstörung diesen speziellen Kompromiß und diese Konfliktlösung von anderen unterscheidet. Auch hier wieder: Contraria sunt complementa!

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Léon Wurmser
    • 1
  1. 1.TowsonUSA

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