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Antioxidative Therapie bei körperlichem Streß — Eine klinische, experimentelle Untersuchung

  • Bertram Poch
  • M. H. Schoenberg
  • F. Gansauge
  • M. Grünert-Fuchs
  • A. Hartmann
  • H. G. Beger
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume I/96)

Zusammenfassung

Die Toxizität hochreaktiver Sauerstoffradikale (OR) ist heute unbestritten. Trotzdem haben diese pathophysiologischen Erkentnisse bislang nur zu wenigen, therapierelevanten Konsequenzen geführt. Klinische Studien (z. B. Sepsisstudien), welche sich mit der Wirkung von OR beschäftigen scheitern oft an der komplexen, klinischen Situation. Auch unter starker, anaerober körperlicher Belastung entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot und hierdurch möglicherweise Sauerstoffradikale [5, 6]. Diese könnte durchaus als standardisierbares, reproduzierbares und klinisches Modell zur Untersuchung der Wirkung von OR und deren therapeutische Beeinflußbarkeit Verwendung finden. Indirekte Wirkungen von OR, z. B. erhöhte Lipidperoxidationsprodukte nach extensiver Belastung ließen sich sowohl im Tierexperiment [1], als auch im klinischen Belastungsversuch am Menschen [3, 4] nachweisen. DNA Veränderungen nach sportlicher Belastung wurden nachgewiesen, sobald die anaerobe Schwelle während der sportlichen Aktivität überschritten wurde [6]. Bei einigen Untersuchungen konnte ein protektiver Effekt einer antioxidativen Therapie aufgezeigt werden [5]. Dies sind indirekte Hinweise dafür, daß OR ursächlich für diese Schäden sind. Die direkte Messung freier Sauerstoffradikale, bzw. freier, reaktiver Elektronen nach und unter anaerober Belastung wurde bislang nicht durchgeführt. Deshalb versuchten wir OR nicht nur indirekt sondern auch direkt und quantitativ über die Elektronenresonanz-spektroskopie im Serum nach körperlicher Belastung nachzuweisen. Zum weiteren Beweis einer Beteiligung von OR untersuchten wir den Einfluß einer hochdosierten Vitamin-E-Prophylaxe auf die Folgen des oxidativen Streßes nach sportlicher Betätigung.

Anti-oxidative therapy before exhaustive exercise — a clinical and experimental trial

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Bertram Poch
    • 1
    • 4
  • M. H. Schoenberg
    • 1
  • F. Gansauge
    • 1
  • M. Grünert-Fuchs
    • 2
  • A. Hartmann
    • 3
  • H. G. Beger
    • 1
  1. 1.Abteilung Chirurgie IUniversität UlmUlmDeutschland
  2. 2.Abteilung Sport- und LeistungsmedizinUniversität UlmUlmDeutschland
  3. 3.Abteilung Medizinische GenetikUniversität UlmUlmDeutschland
  4. 4.Abteilung Chirurgie IUniversität UlmUlmDeutschland

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