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Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von PPS-Systemen

  • Torsten Stein
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Zusammenfassung

Bereits die einleitenden Ausführungen dieser Untersuchung betonten die weitreichende Bedeutung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für laufende und zukünftige informationstechnologische Investitionsvorhaben1. Soweit CIM-Komponenten nicht als strategische Maßnahme im Rahmen des Innovationswettbewerbs betrachtet werden, drohen auch PPS-Projekte bei nicht nachgewiesenem Wertschöpfungsbeitrag schon im Ansatz oder in einem frühen Stadium zu scheitern2. Die empirischen Studien im zweiten Kapitel haben ergeben, daß nur wenige konkrete Realisierungserfolge genannt werden konnten, woraus sich neben der Frage nach einem tauglichen Vorgehen für die Auswahl und Einführung von PPS-Systemen auch die nach einer geeigneten Methode zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergab. Kapitel 3 hat dann gezeigt, daß es die in der Literatur beschriebenen anwendungsbezogenen Vorgehensmodelle im allgemeinen versäumen, nach jeder Phase eine Zäsur vorzusehen, die mit einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verbunden ist.

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Literature

  1. 1.
    Die Begriffe ‚Wirtschaftlichkeitsbetrachtung‘und ‚Wirtschaftlichkeitsanalyse‘werden in dieser Untersuchung synonym verwendet. Zur Abgrenzung gegenüber einer Wirtschaftlichkeitsrechnung wird der Differenzierung von Horváth gefolgt. Danach umfaßt die Wirtschaftlichkeitsanalyse alle Methoden und Methodenkombinationen, die sowohl monetäre als auch qualitative Aspekte berücksichtigen. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung dagegen beschränkt sich auf die Feststellung der wertmäßigen Wirtschaftlichkeit, vgl. Horváth (1988), S. 3.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. die Gegenüberstellung der beiden gegensätzlichen Haltungen zur Wirtschaftlichkeitsbeurteilung in Abschn. 1.1 „Problemstellung“.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Anselstetter (1986), S. 247 ebenso wie Schreuder/Upmann (1988), S. 182 und Schumann (1992), S. 162.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. sinngemäß auch Droste (1986), S. 102.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Horváth (1994), S. 472.Google Scholar
  6. 6.
    Schreuder/Upmann (1988), S. 210 sprechen in diesem Zusammenhang von Nutzengrößen mit Innen- und/oder Außenwirkung. Nutzengrößen mit Außenwirkung tragen zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition der Unternehmung bei und wirken somit erlössteigernd, vgl. Upmann (1991), S. 239f.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Eisfelder (1988), S. 59.Google Scholar
  8. a.
    Kombinierte und modifizierte Fassung der Nutzenhierarchie von Eisele (1990), S. 129 sowie der Nutzeffektkette von Schumann/Mertens (1990a), S. 48.Google Scholar
  9. 8.
    Vgl. Behrbohm/Picot/Reichwald (1985), S. 6ff. ebenso wie Rall (1991), S. 14 und sinngemäß auch Schumann/Mertens (1990c), S. 59f. und S. 64.Google Scholar
  10. 9.
    Vgl. Bundesminister des Innern (BMI) (1992a), S. 23.Google Scholar
  11. 10.
    Vgl. Behrbohm/Picot/Reichwald (1985), S. 8ff.Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. Droste (1986), S. 195f. und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  13. 12.
    Vgl. Droste (1986), S. 195.Google Scholar
  14. 13.
    Vgl. Droste (1986), S. 208.Google Scholar
  15. 14.
    Vgl. Droste (1986), S. 215f.Google Scholar
  16. 15.
    Vgl. Droste (1986), S. 222.Google Scholar
  17. 16.
    Vgl. Droste (1986), S. 222 sowie das allgemeine Phasenmodell des Projektmanagements in Abschn. 3.2.1, Abb. 12 der vorliegenden Untersuchimg.Google Scholar
  18. 17.
    Vgl. Droste (1986), S. 228f. Im Gegensatz zur Begriffsabgrenzung für diese Untersuchung umfaßt die Systemwartung bei Droste auch Software-Anpassungen.Google Scholar
  19. 18.
    Die Aussagen in der Literatur beziehen sich im allgemeinen auf nicht näher spezifizierte CIM-Investitionen und gelten damit auch für PPS-Vorhaben.Google Scholar
  20. 19.
    Vgl. Schuler (1992), S. 46.Google Scholar
  21. 20.
    Eine kurze Übersicht zu verschiedenen Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung und -analyse gibt Schuler (1992), S. 47f. Ausführliche Verfahrensdarstellungen bieten Blohm/Lüder (1991), S. 54ff.Google Scholar
  22. 21.
    Vgl. Eidenmüller (1986), S. 85. Ein anschauliches Beispiel für den Integrationsnutzen gibt Scheer (1991a), S. 12 anhand des CAD-Einsatzes. Er weist auf die Verringerung des Teilespektrums hin, die aus der höheren Wiederverwendungsquote von Konstruktionszeichnungen resultiert und Entlastungen in der Materialwirtschaft mit sich bringt.Google Scholar
  23. 22.
    Vgl. Reichwald/Weichselbaumer (1991), S. 100 ebenso wie Bürstner (1988), S. 38f.Google Scholar
  24. 23.
    Vgl. Reichwald (1987), S. 10.Google Scholar
  25. 24.
    Vgl. Schuler (1992), S. 64f. und S. 196ff.Google Scholar
  26. 25.
    Vgl. Horváth/Mayer (1988), S. 50.Google Scholar
  27. 26.
    Vgl. auch Reichwald (1987), S. 8 ebenso wie Zahn/Dogan (1991), S. 6f. und Schuh (1992), S.6..Google Scholar
  28. 27.
    Vgl. Horváth/Mayer (1988), S. 50.Google Scholar
  29. 28.
    Vgl. Zäpfel (1989c), S. 1061.Google Scholar
  30. 29.
    Vgl. Droste (1986), S. 224f. und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  31. 30.
    Vgl. Kemmner (1988), S. 26 und sinngemäß auch Eisele (1990), S. 166.Google Scholar
  32. 31.
    Vgl. Schulz/Bölzing (1988), S. 58 ebenso wie Schumann/Mertens (1990a), S. 50.Google Scholar
  33. 32.
    Vgl. Horváth/Mayer (1988), S. 50 ebenso wie Schumann (1992), S. 169.Google Scholar
  34. 33.
    Vgl. das entsprechende Untersuchungsergebnis in Abschn. 2.3.2 „Implementierungsdauer“, S.47fGoogle Scholar
  35. 34.
    Vgl. Hackstein (1989), S. 267.Google Scholar
  36. 35.
    Vgl. Reichwald (1987), S. 7, der hierzu u.a. Streßabbau, Arbeitsklima und Motivation der Mitarbeiter anfuhrt.Google Scholar
  37. 36.
    Vgl. Rall (1991), S. 15f. sowie sinngemäß auch Anselstetter (1986), S. 247.Google Scholar
  38. 37.
    Vgl. Rall (1991), S. 15f.Google Scholar
  39. 38.
    Vgl. Zangemeister (1976), S. 45.Google Scholar
  40. 39.
    Vgl. Schumann/Mertens (1990b), S. 65 ebenso wie Blohm/Lüder (1991), S. 175.Google Scholar
  41. 40.
    Vgl. Horváth/Mayer (1988), S. 49. Zangemeister (1994), S. 67 räumt ein, daß die isolierte Anwendung einer Nutzwertanalyse in der Wirtschaftspraxis im Regelfall nur für Vorauswahlentscheidungen akzeptiert wird. Infolgedessen gibt der Autor eine Übersicht zu Ansätzen, die durch eine Kombination der Nutzwertanalyse mit Investitionsrechenverfahren zu einer erweiterten Wirtschaftlichkeitsanalyse führen, vgl. Zangemeister (1993), S. 35ff. und derselbe (1994), S. 67ff.Google Scholar
  42. 41.
    Vgl. Zangemeister (1976), S. 45, demzufolge die „… Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Entscheidungsträgers…“geordnet werden.Google Scholar
  43. 42.
    Vgl. Horváth/Mayer (1988), S. 49 ebenso wie Rinza/Schmitz (1977), S. 93f.Google Scholar
  44. 43.
    Vgl. Weber (1992), Sp.1446. Die empirischen Ergebnisse in Abschn. 2.2.2 „Vorgehensweisen bei der Auswahl von PPS-Systemen“haben etliche Auswahlentscheidungen gezeigt, deren Grundlagen weitgehend verborgen blieben. Droste (1986), S. 159ff. diskutiert die Vor- und Nachteile der Nutzwertanalyse ausführlich. Dabei schlägt er vor, die Gewichtung der Kriterien von mehreren Personen gemeinsam festlegen zu lassen, um nicht zu sehr Einzelinteressen widerzuspiegeln, ebd. S. 159.Google Scholar
  45. 44.
    Vgl. Niemeier (1988), S. 25.Google Scholar
  46. 45.
    Vgl. Schumann/Mertens (1990b), S. 63.Google Scholar
  47. 46.
    Vgl. Droste (1986), S. 141f. sowie Reichmann (1995), S. 243ff. und die ausführliche Verfahrensbeschreibung von Blohm/Lüder (1991), S. 247ff.Google Scholar
  48. 47.
    Vgl. Horváth (1994), S. 472.Google Scholar
  49. 48.
    Vgl. Reichmann (1995), S. 243 und im Zusammenhang mit der Produktionsplanung Gutenberg (1983), S. 214.Google Scholar
  50. 49.
    Vgl. auch Abb. 18 in Abschn. 4.1 „Aktionsraum der Wirtschaftlichkeitsanalyse“.Google Scholar
  51. 50.
    Vgl. sinngemäß auch Blohm/Lüder (1991), S. 238f. und Horváth (1994), S. 468.Google Scholar
  52. 51.
    Vgl. das Beziehungsnetz von Xu (1993), S. 47Google Scholar
  53. 52.
    Vgl. VDI (1983), S. 2.Google Scholar
  54. 53.
    Vgl. Schuler (1992), S. 62.Google Scholar
  55. 54.
    Die Bewertung von Tätigkeitsstrukturen auf der untersten Detaillierungsstufe des Modells — z.B. durch Personaleinsatzzeiten und Stundensätze — sowie die anschießende Zusammenfassung zu Kostendaten und zielbezogenen Kennzahlen wird von Quint (1993), S. 88f. und S. 110ff. beschrieben.Google Scholar
  56. 55.
    Vgl. Schuler (1992), S. 63f.Google Scholar
  57. 56.
    Vgl. Schuler (1992), S. 169.Google Scholar
  58. 57.
    Vgl. Grobel (1992), S. 24 und S. 34f.Google Scholar
  59. 58.
    Vgl. mit Bezug auf Netzpläne Schwarze (1994b), S. 181.Google Scholar
  60. 59.
    Vgl. Wedemeyer (1989), S. 67.Google Scholar
  61. 60.
    Vgl. Grobel (1992), S. 32Google Scholar
  62. 61.
    Vgl. sinngemäß auch Horváth (1988), S. 9. In der Literatur wird wiederholt davon gesprochen, daß zweckmäßige Methoden für einen umfassenden Wirtschaftlichkeitsnachweis von integrierten Informationssystemen bislang fehlen, vgl. Upmann (1991), S. 227 ebenso wie Grobel (1992), S. 22 und Schuler (1992), S. 172f. 1987 waren 24 von 31 befragten Experten der Ansicht, daß die vorhandenen Methoden zur Wirtschaftlichkeitsrechnung oder deren Kombination nicht ausreichen, um eine CIM-Realisierung aus ökonomischer Sicht zu beurteilen, vgl. Köhl/Esser/Kemmner/Wendering (1988), S. 24.Google Scholar
  63. 62.
    Vgl. Horváth (1988), S. 11 und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  64. 63.
    Vgl. Niemeier (1988), S. 18 ebenso wie Schuh (1992), S. 6.Google Scholar
  65. 64.
    Vgl. sinngemäß auch Schumann (1992), S. 170, der in diesem Zusammenhang von einem prozeßorientierten Vorgehen sprichtGoogle Scholar
  66. 65.
    Plapp (1993), S. 18 bezeichnet es als Fehler, daß die Wirtschaftlichkeit bei der Projektdefinition nicht oder nur unzureichend geprüft ist. Die phasenbezogene Betrachtung macht jedoch deutlich, daß zu diesem frühen Zeitpunkt aufgrund der vorliegenden Informationen im allgemeinen noch keine Aussage zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens möglich ist.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. sinngemäß auch Frese/Noetel (1992), S. 3 und die dort angegebene Literatur. Andere Veröffentlichungen treffen eine engere, hier nicht verwendete Abgrenzung für die Auftragsabwicklung. Diese geht davon aus, daß die bestellte Ware zur Auslieferung bereitgehalten wird. Der eingegangene Kundenauftrag wird nach den notwendigen Überprüfungen zum Versenden und zum Erstellen der Rechnung weitergeleitet, vgl. Schmidt (1991), S. 265 ebenso wie Jacob (1980), S. 93. Beide Ausprägungen der Auftragsabwicklung werden von Jost (1993), S. 140ff. ausführlich beschrieben.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. das entsprechend weit gefaßte Begriffsverständnis der KCIM (1989), S. 157f.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. Abb. 18 in Abschn. 4.1.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. Tab. 14 in Abschn. 2.3.3 „Inbetriebnahmeverlauf und Systemintegration“.Google Scholar
  71. 71.
    Schumann (1992), S. 167 vertritt im Hinblick auf die Nutzeffekte eine entgegengesetzte Ansicht, obwohl er die Kosten der organisatorischen Veränderungen der DV-Anwendung zuordnet.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. die Systematisierung der Störungsursachen von Heil (1995), S. 83ff.Google Scholar
  73. 73.
    Beispielsweise können die neuen PPS-Programme eine vereinfachte und damit beschleunigte Abwicklung von Materialbestellungen an die Lieferanten ermöglichen. Die gewonnene Arbeitszeit kann dafür genutzt werden, neue Beschaffungsquellen mit günstigeren Konditionen zu erschließen. Zum Einsatz freier Personalressourcen vgl. auch die Ausführungen in Abschn. 2.4.1 „Tatsächliche Kosten und realisierte Nutzeffekte“, S. 57. der vorliegenden Untersuchung.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. Beier (1991), S. 58ff.Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. Reichmann (1995), S. 240 ebenso wie Blohm/Lüder (1991), S. 77ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Torsten Stein
    • 1
  1. 1.Industrieplanung und Organisation (i+o) GmbHHeidelbergDeutschland

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