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Internationale Umweltpolitik als Problemstellung

  • Raimund Krumm

Zusammenfassung

Wie bereits erwähnt befaßt sich die vorliegende Arbeit mit solchen internationalen Umweltproblemen, die ihre Ursache in der reziproken Emission von Globalschadstoffen haben. Bei Globalschadstoffen handelt es sich um solche Schadstoffe, welche sich nach ihrer Emission räumlich gleichmäßig verteilen, so daß (im Gegensatz zu den sog. Oberflächenschadstoffen) der Standort der Emissionsquelle unerheblich ist. D.h., unabhängig davon, in welchem Land ein solcher Schadstoff emittiert wird, hat die entsprechende Emission für das gemeinsame Umweltsystem der Länder stets dieselbe ökologische Relevanz. Es sei angenommen, daß die betreffenden Schadstoffe von allen Ländern emittiert werden. Damit kommt es aufgrund ihres Charakters als Globalschadstoff zu reziproken Externalitäten, d.h., die von den einzelnen Ländern emittierten Schadstoffe entfalten ihre ökologische Wirkung über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus. Da die einzelnen Länder damit sowohl Verursacher als auch Betroffene dieser externen Effekte sind, spricht man (in Abgrenzung zu „einseitigen“) von reziproken Externalitäten.

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Literatur

  1. 4.
    Siehe dazu aus allgemeiner spieltheoretischer Sicht: Holler und Illing (1993), S. 8f.Google Scholar
  2. 5.
    Die nachfolgenden Ausführungen dieses Kapitels basieren insbesondere auf Althammer und Buchholz (1993), S. 292ff.Google Scholar
  3. 8.
    Ein Nash-Gleichgewicht ist eine Strategiekombination, bei der jedes Land (bei gegebener optimaler Strategie der anderen Länder) seine optimale Strategie wählt. Wird ein Nash-Gleichgewicht realisiert, so gibt es für keines der Länder einen Anreiz, von dieser gleichgewichtigen Strategie abzuweichen. Das Konzept basiert auf folgender Überlegung: Im Ausgangspunkt muß sich jedes Land Erwartungen darüber bilden, welche Strategie die anderen Länder verfolgen werden. Auf dieser Grundlage hat es die jeweils beste Antwort festzusetzen. Indes gilt, daß sich die (gegenseitigen) Erwartungen aller Länder nur in dem Fall bestätigen, wenn die den anderen Ländern unterstellten Strategien ihrerseits beste Antworten auf die Strategien der restlichen Länder darstellen. Ein Nash-Gleichgewicht liegt also erst bei „wechselseitig besten Antworten“der Länder vor (vgl. z.B. Friedman (1986)).Google Scholar
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    vgl. Holler und Illing (1993), S. 21f.Google Scholar
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    vgl. Althammer und Buchholz (1993), S. 296.Google Scholar
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    Zu den grundlegenden spieltheoretischen Aussagen zum Chicken-Game siehe Rapoport and Chammah (1966), S. 10f.Google Scholar
  7. 12.
    vgl. Althammer und Buchholz (1993), S. 297.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Raimund Krumm
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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