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Sonographie des Spinalkanals von Neugeborenen und Säuglingen

  • C. Schröder
  • H.-C. Oppermann

Zusammenfassung

Die wichtigste Indikation zur sonographischen Untersuchung des Spinalkanals bei Neugeborenen und Säuglingen ist der klinische Verdacht auf ein Tethered-cord-Syndrom, bei dem durch ein im kaudalen Spinalkanal lokalisiertes Lipom das Rückenmark fixiert wird. Meist begründet sich der Verdacht auf diese Erkrankung darauf, daß die Kinder ein Sakralgrübchen oder einen Neuroporus aufweisen. Auch eine lokal vermehrte Behaarung in der Medianlinie lumbal am Übergang zum Os sacrum kann auf eine intraspinale Fehlbildung hin-weisen. Ferner sollten alle Fehlbildungen des Ga-strointestinaltrakts (vor allem: Ösophagusatresie, Rektumatresie) und der Wirbelsäule (Halbwirbel, Schmetterlingswirbel etc.) zur Ultraschalluntersuchung des Spinalkanals Anlaß geben. Die Sonographie einer Meningomyelozele ist technisch zwar möglich, aber wegen der Infektionsgefahr nicht die Methode der Wahl. In vielen Fällen wird bei diesen Kindern vor der bald nach der Geburt anstehenden Operation keine bildgebende Diagnostik mehr durchgeführt. Die Magnetresonanztomographie ist hier ebenfalls Einzelfällen vorbehalten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • C. Schröder
  • H.-C. Oppermann

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