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Rheumatherapie: Eine interdisziplinäre Herausforderung

  • H. Zeidler
Conference paper

Zusammenfassung

Die Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wird üblicherweise in verschiedene Behandlungsformen, wie z.B. allgemeine Maßnahmen, Medikamente, physikalisch-therapeutische Anwendungen, operative Maßnahmen, Beschäftigungstherapie, psychosoziale Betreuung und Rehabilitation, aufgeteilt. Eine solche Gliederung fokussiert auf die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten. In Ermangelung einer kausalen Therapie ermöglicht ihr empirisch begründeter, polypragmatischer Einsatz eine Linderung der Beschwerden, eine Behebung von Funktionsdefiziten, Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung und psychosoziale Rehabilitation des Rheumakranken. Eine große Variabilität und Unberechenbarkeit von Krankheitsverlauf, Schwere der Erkrankung und psychosozialen Begleiterscheinungen bedingt jedoch, daß beim individuellen Patienten das gleiche Symptom mit den unterschiedlichsten therapeutischen Maßnahmen einzeln, kombiniert oder in zeitlicher Abfolge behandelt wird. Allein zur Therapie des Schmerzes steht eine Vielzahl analgetischer und antiphlogistischer Therapiemodalitäten zur Verfügung (Tabelle 1) [13]. Zudem sind Erfolg und Verträglichkeit der Therapie individuell sehr unterschiedlich und die gleichen Behandlungsmöglichkeiten werden bei den verschiedenen rheumatischen Erkrankungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt eingesetzt. Aus dieser Vielfalt resultiert für den nicht spezialisierten Allgemeinarzt und Facharzt (Internisten, Orthopäden) die Schwierigkeit der richtigen Auswahl.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • H. Zeidler

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