Persönlichkeit und Sprache

  • Hans H. Stassen
Part of the Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie book series (PSYCHIATRIE, volume 79)

Zusammenfassung

Die klassische Persönlichkeitstheorie, die den Leistungsbereich (Intelligenz, Kreativität) ausklammert und bis auf Hippokrates (460–377 v. Chr.) zurückgeht, kennt zur Charakterisierung des spezifischen “Wesens” eines Menschen die vier Temperamente “Sanguiniker”, “Phlegmatiker”, “Choleriker” und “Melancholiker”. Diese Temperamente beschreiben prototypisch die überwiegende Affektlage eines Menschen, die Stärke seiner Gemütsbewegungen sowie die Geschwindigkeit, mit der seine Gemütsbewegungen wechseln. Die moderne differentielle Psychologie und die darauf basierende Persönlichkeitsforschung haben den klassischen kategorialen Ansatz der Temperamente durch ein dimensionales Modell ersetzt und verstehen seit Cattell (1943), Eysenck (1947) und Guilford (1959) unter “Persönlichkeit” die einzigartige Struktur von Persönlichkeitszügen (“Traits”) eines Individuums, hinsichtlich derer eine Person von anderen Personen unterscheidbar ist Als “Trait” wird in diesem Zusammenhang jedes geeignet operationalisierbare Persönlichkeitsmerkmal bezeichnet, das eine hinreichend große inter-individuelle Variabilität aufweist und intra-individuell hinreichend konstant über die Zeit ist, d.h. seine intra-individuelle Varianz wird als sehr viel kleiner als die entsprechende inter-individuelle Varianz vorausgesetzt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Hans H. Stassen
    • 1
  1. 1.ForschungsabteilungPsychiatrische UniversitätsklinikZürichSwitzerland

Personalised recommendations