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Autogener Meniskusersatz aus Patellarsehne und Fascia lata — eine experimentelle Studie am Schaf

  • G. Metak
  • M. A. Scherer
  • F. Nickisch
  • J. Henke
  • K. Herfeldt
  • G. Blümel
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 95)

Zusammenfassung

Aus der Zeit, als verletzte Menisci noch großzügig entfernt wurden, resultiert eine große Zahl von schlechten Langzeitergebnissen [1, 7]. Allerdings ist es bis heute nicht möglich, alle verletzten Menisci zu rekonstruieren bzw. zu erhalten. Eine Umfrage an 322 Kliniken im deutschsprachigen Raum [6] ergab, daß vom überwiegenden Teil der Operateure lediglich Längsrisse im Bereich der gut durchbluteten Außenzone des Meniskus einer Meniskusnaht unterzogen werden, während Risse der Innenzone, Korbhenkelrisse und komplexe Rißformen überwiegend durch Meniskusteilresektion behandelt werden. Zwar wird die Indikation zur Meniskusnaht gegenüber der Praxis in der Literatur [5] großzügiger gesehen, allerdings wird die Heilungsmöglichkeit von Meniskusrissen insbesondere durch die spezielle Durchblutungssituation begrenzt. Für komplexe Läsionen, die zum Meniskusverlust führen, steht derzeit noch keine anerkannte Therapie zur Verfügung. Die allogene Meniskustransplantation, als das in der Weltliteratur am häufigsten verwendete Verfahren zum Meniskusersatz, ist mit dem Risiko einer Infektionsübertragung behaftet und alle Ansätze für die Entwicklung für Meniskusprothesen sind bisher fehlgeschlagen. Wünschenswert wäre eine Meniskusrekonstruktion aus autogenem Gewebe, das in morphologischer und funktioneller Hinsicht den Meniskus ersetzen kann. Neben Hoffa-Fettkörper [4] oder Periost wurde auch Sehnengewebe [2] zum Meniskusersatz vorgeschlagen.

Autogeneic meniscus replacement by patellar tendon and fascia lata — an experimental study in sheep

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • G. Metak
    • 1
    • 2
  • M. A. Scherer
    • 2
    • 1
  • F. Nickisch
    • 1
  • J. Henke
    • 1
  • K. Herfeldt
    • 1
  • G. Blümel
    • 1
  1. 1.Institut für Experimentelle ChirurgieTechnischen Universität MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Abteilung für Allgemein- und UnfallchirurgieStädtischen Krankenhaus München BogenhausenDeutschland

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