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Das Management der Infektion nach Nagelung von Femur und Tibia

  • V. Vécsei
  • M. Greitbauer
Conference paper

Zusammenfassung

Trotz zunehmender Verbesserung der präklinischen und klinischen Versorgung bleibt die Infektion die gefürchtetste Komplikation in der operativen Frakturbehandlung. Immer besser werdende intensivmedizinische Möglichkeiten führen immer mehr Patienten mit komplizierten Verletzungen einer operativen Versorgung zu. Technisch ausgereifte Implantate und potente Antibiotika stehen den behandelnden Ärzten zur Verfügung. Der Trend zur intramedullären Osteosynthese von Frakturen der langen Röhrenknochen ist aus den Statistiken der letzten Jahre deutlich abzulesen. Die Grenzindikationen, sowohl die Lokalisation als auch die Schwere der Verletzung betreffend, werden immer weiter hinausgeschoben. Dennoch bleibt die Infektion als schwerweigendste Komplikation auch bei unkomplizierten Verletzungen als Damoklesschwert im Raum. Die Weitsicht in der Indikationsstellung und das operative Können des einzelnen Chirurgen ist gefragt, um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln dem Patienten die Chance einer raschen Heilung und Rehabilitation zu geben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • V. Vécsei
  • M. Greitbauer
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik für Unfallchirurgie WienWienÖsterreich

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