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Biomechanik nach operativ versorgter Femurfraktur

  • R. Kreusch-Brinker
Conference paper

Zusammenfassung

Nach Einführung der biomechanischen Betrachtungsweise von Implantaten durch die AO 1958 ist eine ständige Verbesserung der Implantgeometrie und -metallurgie erreicht worden. Grundlage aller Betrachtungen zum Verhalten von metallischen Fremdkörpern zur Stabilisierung von Frakturen sind zunächst einmal die grundsätzlichen mechanischen Eigenschaften der Implantate selbst. Diese werden definiert durch ihre Verformbarkeit unter Belastung, also der Dehnung bzw. Verbiegung des Metalls entsprechend einer axial oder seitlich einwirkenden Kraft als Spiegelbild der Elastizität bzw. des Widerstandes des Metalls gegen eine einwirkende Gewalt. Technisch gesprochen handelt es sich dabei um die Steifigkeitsprüfung, die angegeben wird in Newton/mm, d. h. es wird eine Kurve hergestellt zwischen der einwirkenden Kraft, gemessen in Newton, und der Verbiegung des Metalls in einer Ebene, z. B. bei der Betrachtung des Femur in varischer Abknickung, gemessen in mm oder bei Torsionsbeanspruchung, gemessen in Grad. Tatsächlich wirken auf Implantate im Knochen jedoch nicht nur die Kräfte in axialer oder direkt seitlicher bzw. reiner Drehrichtung, es liegen immer gemischte Krafteinflüsse auf den Implantat-Knochen-Verbund vor. Die Kräfte wirken im wesentlichen dabei exzentrisch entsprechend den angreifenden Muskelvektoren, so daß neben der eigentlich einwirkenden Gewalt auch Hebelmomente wirksam werden, die dann als Kraft × Weg, als Momente in Nm (Newton·m) angegeben, definiert werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • R. Kreusch-Brinker
    • 1
  1. 1.Asklepios Klinik BirkenwerderBirkenwerderDeutschland

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