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Dissozialität und Verwahrlosung

  • Gerhardt Nissen
  • Götz-Erik Trott

Zusammenfassung

Die Dissozialität und Verwahrlosung älterer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener steht mit der Ätiologie, der Deprivation, die auch als „Frühverwahrlosung“ bezeichnet wird, in einem so engen Zusammenhang, daß beim Vorliegen einer Verwahrlosung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer chronischen Frustration in der frühen Kindheit geschlossen werden kann. K. Hartmann (1971) stellte bei 87% der von ihm untersuchten verwahrlosten Jungen ein „broken home“ fest. Vorwiegend handelte es sich um Trennungen von den Eltern. Fast 60% der Kinder waren in Heimen gewesen, bei 70% bildeten „Erziehungsschwierigkeiten“ die Ursache der Heimaufnahme. Diese statistischen Untersuchungen über die ungünstige familiäre Situation dissozialer oder verwahrloster Kinder bestätigen die Erfahrungen der forensischen Psychiatrie (s. auch Abb. III-3).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Gerhardt Nissen
    • 1
  • Götz-Erik Trott
    • 2
  1. 1.Universität WürzburgWürzburgDeutschland
  2. 2.Klinik- und Poliklinik für Kinder- und JugendpsychiatrieUniversität WürzburgWürzburgDeutschland

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