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Therapiekonzept beim malignen Melanom der Kopf-Hals-Region der HNO-Klinik der Charité

  • I. Lammert
  • K. Haake
Conference paper
Part of the Fortschritte der operativen und onkologischen Dermatologie book series (OP.DERMATOLOGIE, volume 9)

Zusammenfassung

Die Melanominzidenz ist in den letzten 4 Jahrzehnten auf das 10fache insbesondere in den westlichen Industrieländern bei der hellhäutigen Bevölkerung gestiegen. Vermehrte UV-Licht-Exposition werden neben genetischer Disposition als ätiologische Faktoren diskutiert. Obwohl der Anteil des malignen Melanoms nur 3% aller Hautmalignome beträgt, verursacht er fast alle dieser Todesfälle. Die Prognose dieses bösartigen Tumors ist nur durch breite Aufklärung der Öffentlichkeit über Melanomwarnzeichen, durch Erkennung von Frühformen und deren stadienorientierte sofortige chirurgische Primärtherapie in entsprechenden Zentren mit interdisziplinärer Zusammenarbeit zu verbessern. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Lymphabstromszintigrafie zu, die mit der Kontinuitätsdissektion auch die Metastasen der Transitstrecke erfaßt. Die „neck dissection“ führen wir bei Melanomen im Stadium I mit einer Tumordicke über 0,75 mm und ab Clark-Level III, sowie im Stadium II durch. Die plastische Deckung der großen Defekte nach High-risk-Melanomresektion erfolgt einzeitig durch Rotations-und Verschiebelappenplastiken der näheren Umgebung. Die mittlere globale 5-Jahres-Überlebensrate im Stadium I betrug bei unseren Patienten 83%.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • I. Lammert
  • K. Haake

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