Die operative Therapie der chronischen primären Analfissur

  • W. Hartschuh
  • J. Krekel
  • B. Lenhard
Conference paper
Part of the Fortschritte der operativen und onkologischen Dermatologie book series (OP.DERMATOLOGIE, volume 9)

Zusammenfassung

Die primäre Analfissur ist ein längsverlaufendes Ulkus im unteren analen Kanal und zumeist in der hinteren Mittellinie lokalisiert. Die klassische Symptomatologie der akuten Analfissur besteht in einem stechenden Schmerz während und nach der Defäkation sowie hellroten Schmierblutungen. Mit Chronifizierung der Analfissur können diese Symptome in den Hintergrund treten. Durch zunehmende narbige Umwandlung des Ulkus treten gelegentlich Symptome wie erhöhte anale Sekretion, Perianalekzem und Juckreiz in den Vordergrund. Nach unseren guten Erfahrungen an über 180 Patienten muß die Fissurektomie als die optimale operative Therapie der primären chronischen Analfissur angesehen werden, da es als Folge der chronisch fibrosierenden Entzündung gehäuft zu einer subanodermalen oder intrasphinktären Fistelbildung und Einengung des Analkanals kommt. Auf eine Sphinkterotomie wurde auf Grund des nicht kalkulierbaren Risikos der Spätinkontinenz bewußt verzichtet. Der relativ hohe Prozentsatz an postoperativem Juckreiz bei unserem Krankengut unterschreicht die Notwendigkeit einer konsequenten Nachbehandlung, insbesondere eine stadiengerechte Behandlung des Hämorrhoidalleidens, das häufig bei Patienten mit primär chronischer Analfissur zugrunde liegt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • W. Hartschuh
  • J. Krekel
  • B. Lenhard

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