Laparoskopische Adhäsiolyse — Eine kritische Analyse

  • S. M. Freys
  • K. H. Fuchs
  • J. Heimbucher
  • A. Thiede
Conference paper
Part of the Deutsche Gesellschaft für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 1994)

Zusammenfassung

Der Einsatz der Laparoskopie zur Beseitigung intraabdomineller Verwachsungen wurde erstmalig 1933 beschrieben [1]. In den vergangenen Jahrzehnten wurde diese Technik vorwiegend von Gynäkologen im Rahmen therapeutischer Pelviskopien durchgeführt. Gemäß der 3. Deutschen Pelviskopiestatistik erfolgen jährlich in Deutschland ca. 100000 Pelviskopien, bei denen in 88,4% eine Adhäsiolyse zumindest ein Teil der operativen Maßnahme ist. Trotz der weit verbreiteten Etablierung der laparoskopischen Operationstechniken in den letzten vier Jahren haben Chirurgen ihre kritische Haltung gegenüber Indikation und Durchführung einer Adhäsiolyse auf laparoskopischem Wege behalten. Es gibt nur sehr wenige Mitteilungen zur Inzidenz intraabdomineller Adhäsionen nach operativen Eingriffen; repräsentativ erscheint hier die Mitteilung einer gynäkologischen Arbeitsgruppe [2] über 500 unselektierte Patienten, in der bei 27% der nicht voroperierten, bei 42% der nur pelviskopierten und bei 81% der laparotomierten Patienten intraabdominelle Verwachsungen gefunden wurden. Diese Zahlen werden von einer chirurgischen Arbeitsgruppe bestätigt [3], die gleichzeitig nach laparoskopischer gegenüber konventioneller Appendektomie eine signifikant geringere Inzidenz postoperativer Verwachsungen fand (19%: 75%).

Laparoscopic Adhesiolysis — A Critical Analysis

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • S. M. Freys
    • 1
  • K. H. Fuchs
    • 1
  • J. Heimbucher
    • 1
  • A. Thiede
    • 1
  1. 1.Chirurgische UniversitätsklinikWürzburgDeutschland

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