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Phlebochirurgische Maßnahmen bei venösen Ulcera cruris

  • W. Stieler
  • R. Stadler
Conference paper
Part of the Fortschritte der operativen und onkologischen Dermatologie book series (OP.DERMATOLOGIE, volume 8)

Zusammenfassung

Venöse Ulcera cruris können mittels konservativer Maßnahmen und operativer Eingriffe wie Ulkuskürettage, Ulkusumschneidung, defektdeckender Operationen u.a. oft relativ schnell zur Abheilung gebracht werden. Die Ursachen venöser Ulcera cruris bleiben durch derartige - weitgehend symptomatische - Maßnahmen meist unberücksichtigt, so daß Ulkusrezidive häufig vorprogrammiert sind. Phlebochirurgische Maßnahmen können dagegen zu einer dauerhaften Abheilung von z.T. auch jähre- oder jahrzehntelang bestehenden venösen Ulcera cruris führen. Voraussetzung für ein erfolgreiches operatives Vorgehen sind dabei eine genaue preoperative Diagnostik sowie eine adäquate Vor-, Begleit- und Folgebehandlung. Mittels Ultraschall-Doppler, Phlebodynamometrie und Phlebographie werden Ausmaß und Schweregrad venöser Abflußstörungen bestimmt. Wichtig ist die genaue Lokalisation insuffizienter Perforansvenen. Venöse Abflußstörungen bei posthrombotischem Syndrom sind nur dann inoperabel, wenn die varikös veränderten Venen essentieller Bestandteil eines Umgehungskreislaufs sind. Alter und Allgemeinbefinden des Patienten, Zustand und Größe des Ulkus sowie Ausmaß der venösen Abflußstörungen bestimmen Art und Umfang des operativen Eingriffs. In Frage kommen insbesondere Krossektomie, komplette oder partielle Varizenexhairese, Unterbrechung insuffizienter Perforansvenen oder lokale Phlebektomie. Gleichzeitig oder einige Tage später können defektdeckende Maßnahmen durchgeführt werden. Anhand von Fallbeispielen werden verschiedene Möglichkeiten phlebochirurgischer Vorgehensweisen bei venösen Ulcera cruris dargestellt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • W. Stieler
  • R. Stadler

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