Biomonitoring in der Arbeits- und Umweltmedizin

  • Ekkehard Haen
  • Wolfgang Forth
Conference paper
Part of the Fortschritte der praktischen Dermatologie und Venerologie book series (DERMATOLOGIE, volume 14)

Zusammenfassung

Fürwahr weckt wohl kaum ein anderes Stichwort in der öffentlichen Meinung so viele kontroverse Dis kussionen wie das sogenannte Biomonitoring. Nicht zuletzt liegt das daran, daß das Anwendungsgebiet des Biomonitoring von toxikologischen Untersu chungen über diagnostische Routinemaßnahmen bis hin zu reiner Scharlatanerei reicht. Biomonito ring ist einer der vielen englischsprachigen Begriffe in medizinischen Sprachgebrauch, der bis auf den heutigen Tag nicht eingedeutscht wurde. Der Begriff des Monitoring stammt aus der Spionagesprache und bedeutet so viel wie Langzeitüberwachung; dar über hinaus beinhaltet er noch den Aspekt einer Aufzeichnung oder Dokumentation, stellt also für die Umweltmedizin so etwas wie eine über längere Zeit durchgeführte In-vivo-Überwachung dar. Medi zinisch wurde von Biomonitoring ursprünglich im Bereich der Arbeitsmedizin gesprochen. So hat Aitio zum Beispiel das biological monitoring definiert als »systematische oder wiederholte Messungen zum quantitativen oder qualitativen Nachweis von Stof fen oder ihren Metaboliten in Körpergeweben oder Körperflüssigkeiten [des Menschen], durchgeführt, um die Aufnahme einer Chemikalie und das daraus erwachsene Gesundheitsrisiko beurteilen zu kön nen, mit dem Zweck, Gesundheitsschäden durch korrigierende Maßnahmen zu vermeiden« [1].

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Ekkehard Haen
  • Wolfgang Forth

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