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Psychopharmaka und Fahrtauglichkeit

  • Otto Benkert
  • Hanns Hippius

Zusammenfassung

Die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen kann einerseits durch die psychische Störung selbst, andererseits durch eine zu ihrer Behandlung eingeleitete Psychopharmakotherapie eingeschränkt bzw. ausgeschlossen sein. Besonders in der Anfangsphase einer Psychopharmakotherapie kann die Fahrtüchtigkeit herabgesetzt sein. Vorsicht ist bei der Anwendung von sedierenden Pharmaka, den Benzodiazepinen, den sedierenden Antidepressiva (z. B Amitriptylin) und den sedierenden Neuroleptika (z. B. Levomepromazin), geboten. Somit wird in der Einstellungsphase mit diesen Psychopharmaka die Fahrtauglichkeit in der Regel verneint. Es wird dann in Abhängigkeit vom Genesungszustand des Patienten über die Fahrtüchtigkeit entschieden werden. Demgegenüber wird eine stabile Erhaltungstherapie meistens die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht beeinflussen. Der Patient muß aber in jedem Fall über eine mögliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit durch eine Psychopharmakatherapie und deren Interaktion mit anderen Pharmaka und besonders auch mit Alkohol sorgfältig aufgeklärt werden. Es empfiehlt sich, die Aufklärungsgespräche zu dokumentieren.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Otto Benkert
    • 1
  • Hanns Hippius
    • 2
  1. 1.Psychiatrische KlinikUniversität MainzMainzDeutschland
  2. 2.Psychiatrische KlinikUniversität MünchenMünchenDeutschland

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