Advertisement

Die einreihige allschichtige Nahttechnik als Standardverfahren an Magen, Dünn- und Dickdarm

Conference paper
  • 9 Downloads

Zusammenfassung

Seit dem 19. Jahrhundert sind vielfältige manuelle Nahtverfahren für den Magen-Darm-Trakt konzipiert worden, die in neuerer Zeit durch Anwendung mechanischer Nähapparate ergänzt werden. Da nahezu alle schwerwiegenden, postoperativen Komplikationen ihren Ausgang von einer mißglückten Naht nehmen, ist eine intraoperativ einfach zu handhabende, zuverlässige Anastomosentechnik Voraussetzung erfolgreichen operativen Handelns. Ob nun einreihig, zweireihig, invertierend oder Stoß auf Stoß genäht wird, die Berichte über die Insuffizienzrate der beschriebenen Techniken unterscheiden sich nur minimal [4, 7]. So stellt sich die Frage, ob durch Vereinfachung und Standardisierung des Nahtverfahrens einerseits die Gefahr eines Nahtbruches gesenkt werden kann, andererseits gerade dem in Ausbildung befindlichen Kollegen das Erlernen der Technik erleichtert werden kann. Seit 1986 wird in unserer Klinik bei allen Anastomosen an Magen, Dünn- und Dickdarm eine einheitliche Nahttechnik angewandt. Hierbei werden Hinter- und Vorderwand mit einer fortlaufenden Naht jeweils semizirkulär einreihig allschichtig vereinigt. Dieses Verfahren hatte sich zuvor bereits in der chirurgischen Universitätsklinik Marburg über einen Zeitraum von 10 Jahren im klinischen Alltag bewährt und soll nun anhand einer kontrollierten Studie überprüft werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Frileux P, Quilchini M-A, Tiret E, Nordlinger B, Hannoun L, Parc R, Loygue J (1988) Single-layer anastomosis in surgery of the large bowel. A prospective study on 316 cases in a university hospital. Int J Colorectal Dis 3: 32–35PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Harder F, Kull Ch (1987) Fortlaufende einreihige Darmanastomose. Chirurg 58: 269–273PubMedGoogle Scholar
  3. 3.
    Hell K (1983) Gastrointestinale Anastomosen gestern und heute. Coloproctology 5: 66–57Google Scholar
  4. 4.
    Irvin TT, Goligher JC, Johnston D (1973) A randomized prospective clinical trial of single–layer and two-layer inverting intestinal anastomoses. Br J Surg 60: 457PubMedCrossRefGoogle Scholar
  5. 5.
    Schäfer K, Stanka H, Ernst R, Zumtobel V (1990) Ausdehnung und Bedeutung von Mikrozirkulationsstörungen für die Pathogenese der Nahtinsuffizienz bei Colonanastomosen. Chir Gastroenterol 6: 303–312Google Scholar
  6. 6.
    Scheele J, Groitl H, Pesch H-J (1984) Auto Suture oder Handnaht? Tierexperimentelle Untersuchungen zum Einfluß der Anastomosentechnik auf die Wundheilung am Verdauungstrakt am Beispiel des Hundekolons. Coloproctology 6: 65–76Google Scholar
  7. 7.
    Wayand W, Rieger R, Umlauft M (1984) Ein- oder zweireihig? Eine prospektive kontrollierte Studie zum Vergleich zweier Nahttechniken bei gastrointestinalen Anastomosen. Chirurg 55: 650–652Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations