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Röntgens erste Mitteilungen über eine neue Art von Strahlen

  • Eckard Macherauch
  • Hans Neff

Zusammenfassung

Wilhelm Conrad Röntgen wurde am 27. März 1845 in Lennep im Bergischen Land geboren. Fünfzig Jahre später machte er am 8. November 1895 als Professor der Experimentalphysik an der philosophischen Fakultät der Julius-Maximilian-Universität Würzburg und Direktor des dortigen Physikalischen Institutes beim Experimentieren mit einem Gasentladungsrohr eine mehr zufällige Beobachtung, ging ihr systematisch nach und entdeckte „Eine neue Art von Strahlen“. Die Abb. 1 zeigt eine Originalaufnahme von Versuchseinrichtungen, die damals im Würzburger Physikalischen Institut zur Verfügung standen. Am 28. Dezember 1895 legte Röntgen darüber dem Secretar der Physikalisch-Medicinischen Gesellschaft zu Würzburg handschriftlich eine „Vorläufige Mittheilung“ vor, deren erste Seite in Abb. 2 wiedergegeben ist. Sie faßte in 17 Abschnitten die in den vorangegangenen Wochen gemachten Beobachtungen knapp zusammen und wurde noch „Ende 1895“ in den Sitzungsberichten der Gesellschaft gedruckt. Darin wird unter 2. von einem „Agens“ gesprochen, „das im Stande ist, lebhafte Fluoreszenz zu erzeugen“, und unter 3. werden diesem Agens „Strahlen“ zugeordnet, für die Röntgen in einer Fußnote als Begründung schreibt:

„Der Kürze halber möchte ich den Ausdruck Sirahlen und zwar zur Unterscheidung von anderen den Namen X-Strahlen gebrauchen.“

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Literatur

  1. Glasser O (1959) Wilhelm Conrad Röntgen und die Geschichte der Röntgenstrahlen, 2. Aufl. Springer, Berlin Göttingen Heidelberg.Google Scholar
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  3. Röntgen WC (1896) lieber eine neue Art von Strahlen (Vorläufige Mittheilung). Sitzungsberichte der Würzburger Physik-medic. Geselischaft. 137-141.Google Scholar
  4. Röntgen WC (1896) Eine neue Art von Strahlen (Fortsetzung). Sitzungsberichte der Würzburger Physik-rne-dic. Gesellschaft. 11-19.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Eckard Macherauch
  • Hans Neff

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