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Adnexitis als psychosomatisches Phänomen

  • Brigitte Föller
Conference paper

Zusammenfassung

Die Adnexitis ist bereits verschiedentlich als psychosomatisches Phänomen betrachtet worden. Richter (1983) und Bauer (1982) kamen zu der Hypothese, daß die Patientinnen unter einem Konflikt zwischen zwei als unvereinbar erlebten Sehnsüchten leiden, dem Wunsch nach ‚Geborgenheit und Stetigkeit‘ einerseits und der Suche nach ‚sexueller Befriedigung‘ andererseits. Diese beiden Strebungen werden in zwei verschiedenen Beziehungstypen gelebt. In den ‚Anlehnungsbeziehungen‘ halten sich die Partner gegenseitig verfügbar, die Patientinnen finden Geborgenheit, leiden aber unter Einengungen und bleiben sexuell unbefriedigt. In den ‚impulsiven Beziehungen‘ finden sie sexuelle Befriedigung, leiden aber unter einem Mangel an Geborgenheit. Die jeweils nicht befriedigten Sehnsüchte führen nach Richter und Bauer zu Störungen und schließlich zu einem Scheitern der Beziehung.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

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  • Brigitte Föller

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