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Verarbeitung eines Spontanabortes und chronische Trauer im weiteren Verlauf

  • Katrin Schaudig
  • M. Beutel
  • R. Deckardt
  • M. Rolvering
Conference paper

Zusammenfassung

Der Spontanabort im ersten Trimenon ist für viele Frauenärzte ein „Routinefall“, der im klinischen Alltag rasch und meist komplikationslos „erledigt“ werden kann. Die Vorstellung, daß sich eine Bindung an das heranwachsende Kind erst später in der Schwangerschaft einstellt, etwa ab Verspüren von Kindsbewegungen, ist weitverbreitet (Ballou 1978). Es fehlen gesellschaftlich ritualisierte Formen von Trauer und Anteilnahme, das Ereignis wird als „Nicht-Ereignis“ behandelt (Lewis u. Page 1978), so als ob keine bedeutsame Trauerreaktion zu erwarten sei. Der Verarbeitung einer Fehlgeburt im frühen Stadium der Schwangerschaft wurde in Klinik und Forschung bisher nicht übermäßig viel Beachtung geschenkt. Erst in jüngerer Zeit finden sich in der Literatur vereinzelt systematische Studien zu diesem Thema (z. B. Neugebauer 1992).

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Katrin Schaudig
  • M. Beutel
  • R. Deckardt
  • M. Rolvering

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