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Skelettveränderungen als Nebenwirkung der Zytostatika Ifosfamid und Cisplatin

  • G. Spreng
  • S. Müller-Weihrich
  • D. Färber
  • B. F. Pontz
Conference paper

Zusammenfassung

Ifosfamid, ein Zytostatikum aus der Gruppe der Oxazaphosphorine, welche zu den Alkylantien zählen, ist weit verbreitet in der Behandlung solider Tumoren im Kindesalter [1, 2, 3, 4, 5]. Neben anderen häufigeren Nebenwirkungen wie Myelosuppression, Erbrechen oder hämorrhagischer Cystitis kann es unter Therapie mit Ifosfamid auch zu Nephrotoxizität kommen. Es wurden vor allem tubuläre, in einigen Fällen auch sekundäre glomeruläre Nierenschäden beobachtet. Die Schädigung der tubulären Zellen fällt im allgemeinen 3–9 Monate nach Ende der Chemotherapie durch Glucosurie, Hyperaminoacidurie und Phosphaturie sowie einigen anderen fakultativen Rückresorptionsstörungen auf [1]. Vor allem durch den Phosphatverlust über die Niere, die Metabolisationsstörung des Vit D3 und die eventuelle metabolische Azidose kann es im Rahmen des Fanconi-Syndroms zur Entstehung einer Rachitis kommen [1, 3]. Ein signifikant erhöhtes Risiko, solch eine Problematik zu entwickeln, haben vor allem Patienten, welche zusätzlich Cisplatin, ein ebenfalls nephrotoxisches Zytostatikum, erhalten [6]. Aber auch das junge Alter der Kinder, eine hohe kommulative Ifosfamid-Dosis, eine ungenügende Diurese und eine nicht ausreichende Gabe von Mesna, erhöhen das Risiko. Mesna ist in der Lage die toxischen Ifosfamidabbauprodukte zu neutralisieren. Dazu 2 Beispiele aus unserem eigenen Patientengut.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • G. Spreng
    • 1
  • S. Müller-Weihrich
    • 1
  • D. Färber
    • 1
  • B. F. Pontz
    • 1
  1. 1.Kinderklinik und PoliklinikTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland

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