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Bestimmung der tartratresistenten sauren Phosphatase im Serum zur Diagnose von Knochenerkrankungen

  • J. Semler
  • A. Jaeger
Conference paper

Zusammenfassung

Abgesehen von der histochemischen Untersuchung von Knochenpunktionsmaterial, ist die Aussagekraft der zur Zeit verwendeten diagnostischen Methoden über das aktuelle Geschehen am Knochen eingeschränkt. Alle bildgebenden Verfahren lassen nur eine Rückschau zu, gegebenenfalls durch Vergleich mit früheren Aufnahmen. Klinisch-chemische Untersuchungen haben häufig wenig mit dem eigentlichen Geschehen am Knochen zu tun. So erfaßt man mit der Messung des Serumcalciums einen Wert, der (auch im Krankheitsfall) fast immer im Normbereich liegt, da er sehr genau einreguliert wird. Auch die Bestimmung der Serumkonzentrationen der beteiligten Hormone sagt mehr über die Funktion endokriner Drüsen aus, als über den Knochenumbau. Neuere Versuche zur Erfassung von Abbauprodukten des Kollagens und Prokollagens [1, 2] erweisen sich als aufwendig, wenig empfindlich und nur bedingt spezifisch. Über die Bestimmung des Osteocalcins wird hier noch eine Bemerkung zu machen sein. Es bleiben, als Marker für die Osteoblastentätigkeit, die alkalische Phosphatase im Serum und (weniger empfindlich) die Bestimmung des Hydroxyprolins im Harn als Maß für die Knochenresorption. Der Vorschlag, die tartratresistente saure Phosphatase (TRAP) als für den Osteoclasten (OC) typisches Enzym im Serum zu bestimmen [3], könnte einen Fortschritt in der Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen des Knochens darstellen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • J. Semler
    • 1
  • A. Jaeger
    • 2
  1. 1.Immanuel Krankenhaus, RheumaklinikBerlinDeutschland
  2. 2.Institut für Molekularbiologie und Biochemie der Freien Universität BerlinBerlinDeutschland

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