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Zusammenfassung

Unter Zwangsstörungen versteht man Gedanken oder Handlungen, die sich immer wieder aufdrängen und ständige Wiederholung erfordern; wenn den Impulsen nicht nachgegeben wird, entstehen Ängste oder andere unangenehme Emotionen wie Schuldgefühle. Obwohl wir Zwang als ubiquitäres Symptom deklarieren und im Zusammenhang mit zahlreichen psychiatrischen Krankheitsbildern finden, sind diese Störungen doch letztlich bisher in vieler Hinsicht vernachlässigt worden. Erst in den letzten Jahren, mit der Einführung effektiver Therapiemethoden wie der Verhaltenstherapie und der medikamentösen Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern, ist eine Wende zu beobachten. In diesem Sinne ist es vielleicht typisch, daß Definition und Darstellung der Zwangsstörungen auch in der neuen ICD-10 noch nicht sehr differenziert ausfallen (Weltgesundheits-organisation 1991).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • H. Dilling

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