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Ausdrucksmerkmale und Gefühle

  • Lothar Schmidt-Atzert
Part of the Lehr- und Forschungstexte Psychologie book series (LEHRTEXTE, volume 47)

Zusammenfassung

Untersuchungen zur Lutenozeitvon Ausdruckserscheinungen oder solche, in denen Latenzen als Nebenergebnis berichtet werden, sind ausgesprochen selten. Relativ gut untersucht ist alleine die Schreckreaktion. Wieser (1961) hu dazu eine aussagekräftige Untersuchung vorgelegt. Durch einen Pistolenmuhuß wurde bei 43 Versuchspersonen eine auch subjektiv als solche beschriebene Schreckreaktion ausgelöst. Mit mehreren Kameras, die 1000 Bilder pro Sekunde lieferten, wurde der Ablauf ten und konnte daher genau beschrieben werden. Die erste Veränderung ist ein nach durchschnittlich 57 Millisekunden auftretender reflektorischer Augenschluß. Die gesamte Reaktion, die als “Zusammenfahren” beschrieben werden kann, läuft schnell ab und ist dabei dennoch komplex. Wieser beschreibt 14 charakteristische Veränderungen wie Ver- und Entspannen des Gesichts, Kopfbeugen, Öffnen und Schließen des Mundes und Beugen der Beine, die bei allen Versuchspersonen innerhalb von maximal 855 Millisekunden ablaufen. Ekmao,Friesmn und Siomonm (1905), die ebenfalls einen Pistolenschuß als Reiz verwendeten, fanden mit einer wesentlich gröberen Auswertungsmethode ebenfalls mehrere charakteristische Reaktionen mit Latenzen um 100 Millisekunden, die sich mit den weitgehend von Wieuerbesohriebxenen decken.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Lothar Schmidt-Atzert
    • 1
  1. 1.Institut für PsychologieUniversität Würzburg, Lehrstuhl IWürzburgGermany

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