Bedeutung des Thoraxtraumas

  • G. Irlich
Conference paper

Zusammenfassung

Die Bedeutung des Thoraxtraumas ergibt sich aus zwei einfachen Tatsachen: Die Verletzten sind in der Regel jung, die Letalität ist nach wie vor hoch. Allerdings sind Zahlenangaben über die Häufigkeit von Thoraxverletzungen äußerst unterschiedlich:

Es bestehen ebenso regionale Unterschiede in der Art der Verletzung, wie Unterschiede in den politischen Zeiten. In Friedenszeiten rechnet man mit etwa 5–10 % an Thoraxverletzungen in einem traumatologischen Krankengut, wobei hier das stumpfe Thoraxtrauma infolge von Verkehrsunfällen mit einem Anteil von 60–70 % überwiegt. In Kriegszeiten liegt der Anteil der Thoraxverletzungen bei etwa 35 %, wobei hier die perforierenden, penetrierenden und durch Explosion entstandenen Verletzungen überwiegen. Im Rahmen von Polytraumen wird der Thorax je nach Schrifttum zwischen 34 und 96 % mitverletzt. Die Prognose ist wesentlich ungünstiger als beim isolierten Thoraxtrauma. Rechnet man bei Brustkorbverletzungen mit einer Gesamtletalität von ca. 16–26 %, so steigt diese bei Mehrfachverletzungen bis zu 60 % an. Die häufigsten tödlichen Folgen von Verletzungen der Thoraxwand, der Lunge sowie des Herzens und der großen Gefäße sind die respiratorische Insuffizienz, als Folge der Lungenkontusion, das akute Herz-Kreislauf-Versagen durch nicht beherrschbare Blutungen und das chronische Herzversagen aufgrund einer schweren Herzkontusion. Generell unterscheidet man isolierte Verletzungen der Lunge und der intrathorakalen Organe bei intakter Thoraxwand, das sog. geschlossene Thoraxtrauma, sowie die kombinierte Verletzung von intrathorakalen Organen und der Thoraxwand, das sog. offene Thoraxtrauma.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

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  • G. Irlich

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