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Sinne und Sinnesleistungen: »Mit den Ohren sehen«?

  • Wolfgang Gewalt

Zusammenfassung

Von den für Höhere Wirbeltiere typischen »5 Sinnen« Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen (Gleichgewichtssinn, Zeitsinn, Temperatursinn, Ortssinn u. ä. sollen unberücksichtigt bleiben) scheint den Walen lediglich der Geruchssinn zu fehlen; auch die Ausbildung und Gewichtung der übrigen weicht von entsprechenden Landsäugerverhältnissen z. T. jedoch deutlich ab. Während viele terrestrische Raub- und Huftiere ausgesprochene » Makrosmatiker«, d. h. vorwiegend geruchsorientiert sind, fehlen dem Walhirn Riechnerv und -Zentrum vollständig. Statt der Fähigkeit, Beute oder Feinde zu »wittern», dürfte immerhin ein gewisses Geschmacksempfinden, also ein Wahrnehmungsvermögen für im Wasser gelöste Stoffe vorhanden sein, da es im Delphinariumsexperiment gelang, Delphine auf Unterscheidung der 4 Hauptgeschmacksrichtungen sauer, salzig, bitter und süß abzurichten.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Gewalt

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