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Die knöcherne Regeneration des Femurschaftes beim Totalprothesenwechsel der Hüfte ohne Knochentransplantate

  • M. Wagner
Conference paper

Zusammenfassung

Die aseptische Lockerung einer Hüftendoprothese geht mit einem kontinuierlichen Knochenverlust einher. Die abgeriebenen Polyäthylen-Partikel und die Zerrüttungsprodukte des Knochenzementes bei zementierten Endoprothesen lösen Fremdkörperreaktionen aus, die entstehenden Granulome führen an der Grenzfläche zwischen Implantat und Knochen zu einer Osteolyse (Willert et al. 1978), die die erneute belastungsstabile Versorgung mit einer Femurprothese technisch sehr schwierig gestaltet. Der Knochenverlust mit teilweise papierdünnem Knochen am Femur macht den Einsatz von Standardimplantaten beim wiederholten Prothesenwechsel oft unmöglich, da eine stabile Verankerung nicht zu erzielen ist. Bei den häufig älteren Patienten muß aber eine hohe Primärstabilität erreicht werden, da nur so die dringend notwendige Frühmobilisation möglich ist. In den zurückliegenden Jahren wurden daher große, hauptsächlich zementierte Prothesen implantiert und der Knochendefekt mit allo-genen Knochentransplantaten oder Knochenzement aufgefüllt. Eine gute Regeneration des geschädigten Knochens kann bei diesen distal fixierten, starren Femurprothesen meistens nicht beobachtet werden. Vielmehr tritt in vielen Fällen eine weitere Atrophie des Knochens proximal der Verankerung auf.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • M. Wagner
    • 1
  1. 1.Orthopädische Klinik Wichernhaus RummelsbergSchwarzenbruck/NürnbergDeutschland

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