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Autologe Fettgewebstransplantation

  • S. Schuller-Petrovic
Conference paper
Part of the Fortschritte der praktischen Dermatologie und Venerologie book series (DERMATOLOGIE, volume 13)

Zusammenfassung

Bei der autologen Fettgewebstransplantation unterscheidet man zwischen einer Transplantation en bloc und einer sogenannten „Microlipoinjection“. Während die erste Methode schon über 100 Jahre bekannt ist, handelt es sich bei der zweiten um eine relativ junge Technik. Die Fettgewebstransplantation en bloc führt zu ausgedehnten Nekrosen des transplantierten Gewebes aufgrund von Minderdurchblutung. Im Gegensatz dazu kommt es bei der Mikrolipoinjektion zu wesentlich geringeren Nekrosen und dadurch zu wesentlich besseren kosmetischen Resultaten. Hier wird durch maschinelle oder händische Absaugung gewonnenes Fettgewebe, welches aus kleinen Fettzellverbänden besteht, mittels spezieller Injektionskanülen transplantiert. Zur Augmentation mit autologem Fettgewebe mit dieser Methode eignen sich alle tieferen Defekte im Bereich der Haut, wie z. B. eingesunkene Operations- oder Unfallnarben, Fettgewebsatrophien nach Hauterkrankungen oder Traumen sowie kosmetische Indikationen. Die Behandlung erfolgt in Lokalanästhesie und ambulant bei kleineren Korrekturen, in Vollnarkose und stationär bei ausgedehnteren Behandlungen. Das Fettgewebe wird entweder händisch mit speziellen Absaugkanülen oder bei größeren Mengen mittels eines Fettabsauggerätes gewonnen. Anschließend wird das gewonnene Fettgewebe so lange mit Ringerlaktat gespült, bis es frei von Blutbeimengungen ist. Der zu korrigierende Defekt wird dann je nach Fall mit speziellen Instrumenten entweder tunneliert oder eventuelle Adhäsionen und Vernarbungen mit einem speziellen Dissektor gelöst. Nun kann die Transplantation des schon vorbereiteten Fettgewebes mit speziellen Kanülen und Injektionspistolen erfolgen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • S. Schuller-Petrovic

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