Advertisement

Entzündungsdiagnostik in der Andrologie

  • H. Wolff
Conference paper
Part of the Fortschritte der praktischen Dermatologie und Venerologie book series (DERMATOLOGIE, volume 13)

Zusammenfassung

Mit einer Prävalenz von etwa 10% im andrologischen Patientengut stellen Samenwegsentzündungen eine bedeutende Untergruppe dar. Zahlreiche Studien belegen negative Auswirkungen von Leukozyten und deren Sekretionsprodukten auf die Spermatozoenfunktion. Von klinischer Bedeutung dürfte die Lokalisation einer Samenwegsentzündung sein. Entzündungsvorgänge in der Prostata und in den Samenblasen haben wahrscheinlich einen relativ geringen Einfluß auf die Spermatozoen, da es erst bei der Ejakulation zum Kontakt mit dem inflammatorischen Organsekret kommt. Dagegen besteht bei Entzündungen im Bereich des Hodens oder Nebenhodens tagelanger intensiver Kontakt zwischen Entzündungszellen und Spermatozoen. Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Entzündung und Ejakulatmikrobiologie ergab, das Samenwegsentzündungen signifikant mit Chlamydia trachomatis, nicht jedoch mit Ureaplasmen, E. coli oder anderen Keimen im Ejakulat assoziiert waren [4]. Im folgenden werden verschiedene Methoden zur Entzündungsdiagnostik dargestellt.

Literatur

  1. 1.
    Jochum M, Papst W, Schill W-B (1986) Granulocyte elastase as a sensitive diagnostic parameter of silent male genital tract inflammation. Andrologia 18: 413–419PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    World Health Organization (1987) Laboratory Manual for the Examination of Human Semen and Cervical Mucus Interaction. The Press Syndicate, University of Cambridge, CambridgeGoogle Scholar
  3. 3.
    Wolff H, Anderson DJ (1988) Immunohistologic characterization and quantitation of leukocyte subpopulations in human semen. Fertil Steril 49: 497–504PubMedGoogle Scholar
  4. 4.
    Wolff H, Neubert U, Zebhauser M, Bezold G, Körting HC, Meurer M (1991) Chlamydia trachomatis induces an inflammatory response in the male genital tract and is associated with altered semen quality. Fertil Steril 55: 1017–1019PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • H. Wolff

There are no affiliations available

Personalised recommendations