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Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

  • Clive Reuben

Zusammenfassung

In den 70er Jahren begannen der Linguist John Grinder und der Mathematiker Richard Bandler, ein pragmatisches Modell wirkungsvoller Kommunikations- und Veränderungsprozesse zu entwickeln (Bandler u. Grinder 1975b). Angeregt durch den Kommunikationsforscher und Anthropologen Gregory Bateson, gingen sie zunächst auf die Suche nach denjenigen Elementen der psychotherapeutischen Interaktion, die Veränderung bewirken. In Batesons Worten ausgedrückt, begannen sie damit im Bereich der Psychotherapie eine Suche nach „dem Unterschied, der den Unterschied macht“(„The difference that makes the difference“; Bateson 21987). Als methodisches Instrument setzten Grinder und Bandler das sog. „Modelheren“ein — eine Verfahrensweise, die dem Vorgehen eines Linguisten gleicht, der das Sprachverhalten eines fremden Volksstammes zu charakterisieren versucht. Bei der Konstruktion von Modeüen (in ihren eigenen Worten: „Modellbauen“) geht es um Form oder Struktur der Kommunikation und nicht um den Inhalt. So wie bei einem rein syntaktischen Sprachmodeü stehen Inhalt und Bedeutung der Kommunikation nicht im Vordergrund. Vielmehr sind es die lebenden Strukturen, die Regelhaftigkeiten der Beziehungen zwischen Worttypen, die im Mittelpunkt des Interesses stehen, denn sie machen die grammatikalischen Besonderheiten einer Sprache aus. Das Ergebnis einer solchen Analyse ist keine Theorie der Sprache, sondern ein Modell der Sprache, anhand dessen ein anderer Mensch sie erlernen könnte. Sie wandten diese Vorgehensweise an, um das Wesentliche der fast magisch anmutenden Vorgehensweisen bekannter Psychotherapeuten herauszudestillieren und vermittelbar zu machen.

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Empfohlene Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Clive Reuben

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