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Vollautomatische Spermatozoenanalyse und Schwangerschaftsprognose

  • H. W. Michelmann
  • B. Hinney
  • G. Wilke
Conference paper

Zusammenfassung

Voraussetzung einer effektiven Sterilitätstherapie ist die gründliche diagnostische Abklärung beider Partner. Die Therapie muß sich am Ergebnis dieser Abklärung orientieren. Neben der Wahl des geeigneten Behandlungsverfahrens sollte das Ziel einer jeden Diagnostik auch sein, diejenigen Paare zu erkennen, bei denen eine Sterilitätstherapie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zum Erfolg führen wird, oder bei denen gute Chancen bestehen, die Behandlung erfolgreich abzuschließen. Deshalb wurde in der Vergangenheit versucht, einzelne Parameter, die im Laufe von Diagnostik oder Therapie erfaßt werden, in Korrelation zur Schwangerschaftsrate zu setzen, um so ihre Wertigkeit als Vorhersagekriterium abzuschätzen (6; 10). Dies geschah nicht nur bei der Frau. Auch beim Mann wurden und werden Parameter gesucht, die schon im Verlauf der Diagnostik Aussagen darüber machen können, ob seine Spermatozoen in der Lage sind, eine Schwangerschaft entstehen zu lassen. Als wesentlicher Parameter dient neben der Analyse des Seminalplasmas das Spermiogramm mit der Bestimmung von Zahl, Motilität und Morphologie der im Ejakulat sich befindenden Spermatozoen sowie die Kontrolle einer eventuellen Kontamination mit Bakterien, Mykoplasmen oder Chlamydien. Als Maßstab wird dazu die WHO-Klassi- fikation von 1988 herangezogen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • H. W. Michelmann
    • 1
  • B. Hinney
    • 1
  • G. Wilke
    • 1
  1. 1.Universitätsfrauenklinik GöttingenArbeitsgruppe ReproduktionsmedizinGöttingenDeutschland

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