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Orale Kontrazeption und Gerinnungsaktivität - zur Thrombogenität synthetischer Steroide

  • U. H. Winkler
  • T. Hölscher
  • C. Oberhoff
  • A. E. Schindler
Conference paper

Zusammenfassung

Das Gerinnungssystem ist fälschlicher Weise lange wie eine elektrische Sicherung beschrieben worden: Tritt ein Blutverlust auf, dann springt quasi die Sicherung des Gerinungsmechanismus heraus und verstopft das Leck. Heute wissen wir, daß die Hämostase an zahlreichen intra- und extravasculären Reaktionen (Gefäßneubildung, Entzündung) beteiligt ist und quasi ständig eine „Ruheaktivität" sowohl der Fibrinbildung als auch der Fibrinolyse nachweisbar ist (1). Als ein geeignetes Maß dieser Aktivität eignen sich die stabilen Reaktionsprodukte der Gerinnungs- bzw Fibrinolyse- Enzyme (Abb. 1), insbesondere die D-dimeren Fibrin-Spaltprodukte (D-Dimer). Damit kann die Hämostase als dynamisch geregelter Fibrinmetabolismus verstanden und die Thrombose als lokale Insuffizienz der diesen Metabolismus begrenzenden Regulation definiert werden.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • U. H. Winkler
    • 1
  • T. Hölscher
    • 1
  • C. Oberhoff
    • 1
  • A. E. Schindler
    • 1
  1. 1.Zentrum für Frauenheilkunde, Abt. für GynäkologieUniversitätsklinikum EssenEssenDeutschland

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