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Einleitung

  • Wolfgang Heinrichs
Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin / Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 225)

Zusammenfassung

Vor mehr als 20 Jahren beschrieben Ashbaugh und Mitarbeiter [8] 12 Patienten aus einem Kollektiv von 272 Patienten, die auf verschiedenen Intensivstationen wegen einer respiratorischen Insuffizienz behandelt wurden. Diese 12 Patienten wiesen auffällige klinische, pathophysiologische und radiologische Befunde auf, die sich von dem übrigen Kollektiv unterschieden. Die 12 Patienten litten unter schwerer Dyspnoe, Tachypnoe und einer Zyanose, die sich durch Sauerstoffgabe nicht bessern ließ. Die Compliance des gesamten respiratorischen Systems war deutlich erniedrigt, und auf dem Thoraxröntgenbild waren diffuse interstitielle und alveoläre Infiltrate sichtbar. Bei 7 Patienten erbrachte die pathologische Untersuchung der Lungen den Befund ausgeprägter Atelektasen, diffuser Flüssigkeitsanreicherungen, hämorrhagischer Infiltrate, Umbau des Lungengewebes (wegen der Ähnlicheit mit Milzgewebe später auch als „Splenisation“ der Lunge bezeichnet (Bachofen und Weibel 1974, [10]; Bachofen und Weibel 1982, [11]) und hyaline Membranen. In Anlehnung an die Befunde des kindlichen Atemnotsyndroms (IRDS) und wegen der großen Ähnlichkeit sprachen Ashbaugh und Mitarbeiter von „Acute Respiratory Distress in Adults“. Vier Jahre später führten Petty und Ashbaugh den Begriff „Adult Respiratory Distress Syndrome (ARDS)“ für dieses Krankheitsbild ein (Petty und Ashbaugh 1971, [106]).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Heinrichs
    • 1
  1. 1.Klinik für AnästhesieUniversität MainzMainz 1Deutschland

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