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Allgemeine Überlegungen

  • Harry Derouet

Zusammenfassung

Therapeutische Vorschläge bei Patienten mit erektiler Dysfunktion sollten erst dann gemacht werden, wenn nach einer diagnostischen Abklärung eine ätiologische Zuordnung möglich erscheint. Einer möglichen Koinzidenz organischer und psychischer Faktoren muß auch bei einer eindeutigen organischen Genese der geklagten Erektionsstörungen Rechnung getragen werden [2]. Nach „Klassifikation der Erektionsstörung“[6] wird ein individuelles Thefapiekonzept entworfen. Wichtige therapeutische Schritte können dabei bereits vom niedergelassenen Allgemeinmediziner oder praktischen Arzt eingeleitet werden [3]. Hierzu gehört vor allem die Aufklärung und Information der Patienten, z. B. über die Beeinträchtigung der Erektion infolge notwendiger medizinischer Behandlungsmaßnahmen. Insbesondere potentielle Nebenwirkungen von Arzneimitteln auf das Sexualverhalten müssen bekannt sein und bei jeder medikamentösen Therapie berücksichtigt werden. Dabei kann durchaus die objektive Erfassung der Nebenwirkungen Schwierigkeiten bereiten, da nicht immer klar zu trennen ist, ob die geäußerten sexuellen Funktionsstörungen durch Medikamente oder durch die behandlungsbedürftige Grundkrankheit ausgelöst werden [6].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Harry Derouet
    • 1
  1. 1.Urologische UniversitätsklinikHomburg/SaarBundesrepublik Deutschland

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