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Urologische Begutachtung

  • Harry Derouet

Zusammenfassung

Im Rahmen der Begutachtung erektiler Funktionsstörungen kommt dem Urologen die Aufgabe zu, lokale Schäden im Bereich des männlichen Genitale als Ursache der angegebenen Beschwerden zu finden und zu objektivieren. Eine Funktionsbeeinträchtigung durch extragenitale Erkrankungen sowie andere, zur Krankheitsentwicklung beitragende Faktoren (z. B. Nikotinabusus) müssen dabei differentialdiagnostisch abgegrenzt werden und in die Zustandsbegutachtung mit einfließen. Dies ist insbesondere bei der Frage der Zusammenhangsbegutachtung von Bedeutung, bei der eine Aussage zum Wahrscheinlichkeitsgrad des Zusammenhangs zwischen einem pathologischen organischen Befund und einem schädigenden Agens gemacht werden soll. Kann auch die Zustandsbegutachtung einen pathologischen morphologischen Befund objektivieren, so wird dessen funktionelle Wertigkeit im Zusammenhang mit den anamnestischen Angaben des Patienten unter Berücksichtigung von Funktionstests gewertet, wobei hier im allgemeinen wegen der Objektivierungsgrenzen der Untersuchungsverfahren mit Wahrscheinlichkeitsangaben argumentiert werden muß.

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Literatur

  1. Bichler KH (1986) Begutachtung und Arztrecht in der Urologie. Springer, Berlin Heidelberg New York TokyoGoogle Scholar
  2. Wand H (1986) Begutachtung von Erkrankungen und Verletzungen des äußeren Genitale einschließlich der Infertilität. In: Bichler KH (Hrsg) Begutachtung und Arztrecht in der Urologie. Springer, Berlin Heidelberg New York Tokyo, S 70–79Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • Harry Derouet
    • 1
  1. 1.Urologische UniversitätsklinikHomburg/SaarBundesrepublik Deutschland

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