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Bulimie pp 3-16 | Cite as

Das bulimische Syndrom

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Zusammenfassung

Bulimisches Verhalten oder „Ochsenhunger“ (von griechisch bous = Stier, Ochse und limos = Hunger) ist schon seit der Antike bekannt (Ziolko, 1985). So berichten beispielsweise Seneca oder Plutarch, wie bei Festgelagen riesige Nahrungsmengen verspeist und anschließend wieder erbrochen wurden — um Platz zu schaffen für weitere Speisen. Die Geister mögen sich geschieden haben, ob „Fressen und Erbrechen“ in diesem Fall als Lust oder Laster zu sehen sei. Von Beschreibungen krankhaften Heißhungers ungeklärter Ursache (z.B. stoffwechselbedingter Heißhunger bei drohender Ohnmacht) abgesehen, findet Ziolko (1985) andererseits auch Darstellungen aus der Antike und dem Mittelalter, in denen ein als „Hunds-Hunger“ bezeichnetes Wechselspiel von Nahrungsgier und Erbrechen oder Fasten als „krank“ beurteilt wurde. Für die Betroffenen schienen diese Verhaltensweisen unausweichlich und mit großen Sorgen verbunden zu sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinisches InstitutMax-Planck-Institut für PsychiatrieMünchen 40Bundesrepublik Deutschland
  2. 2.Klinisches InstitutMax-Planck-Institut für PsychiatrieMünchen 40Bundesrepublik Deutschland
  3. 3.Forschungsstelle für Psychobiologie und PsychosomatikUniversität TrierTrierBundesrepublik Deutschland

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