Verfahrenswahl und Infektminderung bei Osteosynthesen von Pilontibialfrakturen

Conference paper

Zusammenfassung

Seit 1967 wurde der operativen Behandlung von Pilonfrakturen grundsätzlich der Vorzug eingeräumt, weil die anatomische Rekonstruktion und eine stabile Osteosynthese als Voraussetzungen guter Behandlungsresultate einzuschätzen sind (Heim 1990). In Regelfällen verspricht das Konzept der operativen Versorgung einer Pilontibialfraktur in 4 Stufen in hohem Maße gute funktionelle Ergebnisse. Rund 80% guter funktioneller Resultate an 143 operierten Patienten der Cottbuser Klinik zwischen 1967 und 1990 stützen diese Aussage. Die Erfolgschancen müssen andererseits durch bedenkliche Infektionsraten relativiert werden (Jahna et al. 1979; Müller u. Preschser 1978). Zwischen 1967 und 1983 waren im Cottbuser Krankengut bei 83 operierten Verletzten 8 Infektionen zu verzeichnen. Erfahrungen anderer Autoren, die höhere Risikobedingungen durch direkte Auswirkungen veränderter Unfallmechanismen infolge Überwiegens von Arbeits- und Verkehrsunfällen beinhalten, sind anhand der Analysen des Krankengutes der Cottbuser Klinik mit städtischem und industriellem Umfeld zu bestätigen (Breitfuß et al. 1988; Schweiberer et al. 1987).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • K. Welz
    • 1
  1. 1.Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und HandchirurgieCarl-Thiem-KlinikumCottbusBundesrepublik Deutschland

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