Fibrinklebung in der endolaryngealen Chirurgie — Anwendung und Einsatzmöglichkeiten

  • H. E. Eckel
Conference paper

Zusammenfassung

Im Gegensatz zur Chirurgie der Rhinobasis, der Ohrchirurgie und der plastischen Chirurgie hat der Einsatz von Fibrinkleber in der Kehlkopfchirurgie bisher nur sehr begrenzte Anwendungsmöglichkeiten gefunden, obwohl der Einsatz eines solchen Fibrinklebesystems eine Reihe von endolaryngealen Operationsverfahren deutlich vereinfachen kann. Die räumliche Enge, der erforderliche Abstand vom Operationsfeld und die fehlende Assistenz bei der Durchführung mikrolaryngo- skopischer Operationsverfahren erschweren beträchtlich die Anwendung endolaryngealer Nahttechniken. Eine Ruhigstellung des Operationsgebietes während der Wundheilungsphase ist wegen der teilweise unwillkürlichen Bewegungsabläufe im Kehlkopf nicht möglich (7). Einige operative Verfahren, insbesondere die endoskopischen Resektionen endolaryngealer Karzinome, erlauben nicht die primäre Deckung des operationsbedingten Gewebedefekts mit Mucosalappen. Sie überlassen, ähnlich der Tonsillektomie, offene Wundflächen der Sekundärheilung mit den bekannten Komplikationsmöglichkeiten. Diffuse Blutungen aus dem Operationsgebiet können, insbesondere bei Patienten mit Gerinnungsstörungen, die Durchführung mikrolaryngoskopischer Operationen erschweren; außerdem kann die Ausbildung von Hämatomen den Ablauf der Wundheilung verzögern und die Infektionsgefahr erhöhen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • H. E. Eckel

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