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Allopurinol: Untersuchungen über Wirkungsweise und Effizienz zum Schutz der ischämisch konservierten Rattenleber in der Reoxygenierung

  • T. Minor
  • W. Isselhard
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie book series (DTGESCHIR, volume 92)

Zusammenfassung

Die ischämische Gewebsschädigung ist gekennzeichnet durch einen raschen Abbau der energiereichen Adeninnucleotide über Adenosin zum Hypoxanthin. Dessen weitere Verstoffwechselung zu Xanthin und Harnsäure wird katalysiert durch das Enzym Xanthinoxidase (XO), welches als Cosubstrat Sauerstoff benötigt, aus dem unter der Reaktion quasi als Nebenprodukt radikalische Hydroxylionen gebildet werden. Die mögliche pathogenetische Bedeutung dieser Reaktion für die postischämische Schädigung vieler Organe in der Reperfusion ist seit längerem bekannt, und die schützende Wirkung einer Blockierung der XO durch Allopurinol wurde betont. Gleichwohl zeigen sich widersprüchliche Ergebnisse: Einerseits wird Allopurinol eine stoffwechselunabhängige direkte radikalinaktivierende Wirkung zugesprochen [1] oder seine günstigen Eigenschaften auf eine bessere Konservierung der Substrate zur Adeninnucleotidresynthese zurückgeführt [2]. Andererseits wurde die Bedeutung freier Radikale sowie insbesondere die Schlüsselrolle der XO- Reaktion in jüngerer Zeit am Modell der isolierten Rattenleber wieder in Frage gestellt [3]. In der vorliegenden Studie sollte nun erstens die prinzipielle Bedeutung des Sauerstoffs für die postischämische Leberschädigung untersucht werden, sowie zweitens deren mögliche Beeinflussung durch Allopurinol in einem Versuchsansatz eruiert werden, der durch substratfreie aerobe bzw. anaerobe Gas-Persufflation der isolierten Leber die Einwirkungen des postischämisch zugeführten Sauerstoffs isoliert beurteilen läßt

Allopurinol: Studies on the Mode of Action and Efficacy in Protecting the Ischemically Preserved Rat Liver upon Reoxygenation

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • T. Minor
    • 1
  • W. Isselhard
    • 1
  1. 1.Institut für experimentelle Medizin der Universität zu KölnKöln 41Bundesrepublik Deutschland

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