Zusammenfassung

Die sogenannte Fibrinklebung hat sich innerhalb weniger Jahre in vielen operativen Disziplinen bei sehr unterschiedlichen Indikationen bewährt. Besondere Bedeutung hat sie bei der Blutstillung an parenchymatösen Organen, vor allem der Milz und Leber, erlangt. Hierbei ist ein sinnvoller Einsatz des Fibrinklebers sowohl bei traumatischen Rupturen als auch im Rahmen resezierender Verfahren möglich. Das Prinzip der Anwendung ist identisch, jedoch ergeben sich einige organspezifische Unterschiede. Die technischen Varianten für verschiedene Verletzungsformen bzw. Resektionsmethoden werden anhand einiger durch Diapositive dokumentierter Beispiele erläutert. Hierbei wird insbesondere auch auf technische Fehler hingewiesen, die zu einem Mißerfolg der Fibrinklebung führen können. In vielen Fällen ist die Kombination des Fibrinklebers mit einem Kollagenvlies sinnvoll, besonders dann, wenn eine stärkere Blutung vorliegt und/oder größere, flächenhafte Parenchymdefekte abgedeckt werden müssen. Bei besonders infektionsgefährdeten Fällen kann eine Kollagenvlies-Gentamicin Kombination (Sulmycin-Implant (®)) verwendet werden.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • H.-H. Gentsch

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