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Zum Symposium in Düsseldorf

  • Joachim Tegeler
Conference paper
Part of the Die Reihe duphar med communication book series (dmc)

Zusammenfassung

Die Tagung hat einen sehr weiten Bogen gespannt. Professor Baumgarten stellte die neuropathologischen Untersuchungen vor, wobei die Komplexität der Problematik angesichts der Vielzahl verschiedener Rezeptoren sehr klar herauskam. In mehreren Beiträgen wurde der klinische Einsatz serotonerger Substanzen betont. Herr Klieser hat sehr deutlich gemacht, daß sowohl Serotoninagonisten wie auch Serotoninantagonisten unterschiedliche Wirkungen entfalten. Interessant war auch das brisante Thema, inwieweit bestimmte Antidepressiva einen Einfluß auf die Suizidrate ausüben könnten. Hierzu wären m. E. weitere Untersuchungen wünschenswert. Weiterhin wurde der Mythos vom komplexen Zusammenhang zwischen Schlaf und Serotonin etwas relativiert. Professor Pöldinger verdeutlichte in seinem Vortrag, daß Serotoninwiederaufnahmehemmer bzw. Serotoninagonisten eine Vielzahl funktioneller Symptome beeinflussen und daß es gerade für die Psychopathologie und für unterschiedliche funktionelle Syndrome von Bedeutung sein kann, dieses Wirkungsprinzip weiter zu verfolgen. Durch die Untersuchung serotonerger Mechanismen wurden in der Psychiatrie, v. a. in der biologischen Psychiatrie, ganz neue Wege beschritten, etwa in der Suizidforschung. Ich würde es für sinnvoll halten, auf diesem Wege fortzufahren.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Joachim Tegeler

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