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Die Bedeutung der Liquorborrelienkultur zum Nachweis einer frischen Neuroborreliose

  • M. M. Miliner
  • R. Müllegger
  • K. Spork
  • G. Stanek
Conference paper

Zusammenfassung

In einer Serie von 13 Kindern mit klinischem Verdacht auf eine frische Neuroborreliose (NB) wurden bei Krankheitsbeginn Serum (S) bzw. Liquor (L) auf Antikörper (AK) gegen Borrelia burgdorferi (Bb) und auf Vorliegen intrathekaler Bb-AK (ITAK) untersucht sowie eine L-Kultur (BSK II Medium) angesetzt. Bei 4 von 13 Kindern gelang der Nachweis von ITAK bzw. Bb-AK im L, weitere 3 Kinder waren kulturpositiv. Bei letzteren waren weder im L noch im S Bb-AK nachweisbar, in einem Fall waren auch L-Zellen und L-Protein normal. Die nach Ceftriaxontherapie (70–90 mg/kg/d, 14 d) durchgeführte L-Kontrolle ergab bei allen 3 Kindern einen sanierten L und negative Bb-Kulturen, jedoch Bb-AK im L nur bei 2 Kindern — beim 3. Kind hatten sich keine L-Bb-AK gebildet. Die Ergebnisse zeigen, daß
  1. 1.

    die Kultivierung von Bb aus L besonders in frühen Krankheitsphasen aussichtsreich erscheint, wo (noch) keine spezifischen Bb-AK vorhanden sind, daß

     
  2. 2.

    eine frische NB möglich ist ohne Erhöhung von Zellzahl oder Eiweiß im L und daß

     
  3. 3.

    die NB wahrscheinlich ausheilen kann, ohne daß jemals Bb-AK gebildet wurden.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • M. M. Miliner
  • R. Müllegger
  • K. Spork
  • G. Stanek

There are no affiliations available

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