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Expositionsermittlung und Meßdatendokumentation: Grundsteine für Prävention, Epidemiologie und Rehabilitation

  • H. Blome
  • W. Coenen
Conference paper

Zusammenfassung

Die Berufsgenossenschaften haben den vorrangigen Auftrag, mit allen geeigneten Mitteln die arbeitenden Menschen vor Unfallgefahren und vor Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu bewahren. Maschinen, Betriebseinrichtungen und Arbeitsmethoden müssen so gestaltet sein, daß Unfälle oder Berufskrankheiten erst gar nicht auftreten können. Der Gesundheitsschutz umfaßt insbesondere auch die Beschäftigten, die einer Einwirkung durch Gefahrstoffe ausgesetzt sein können. Bei einer Exposition gegenüber Gefahrstoffen kann das Risiko einer Erkrankung nur durch Messungen der Gefahrstoffkonzentration oder -exposition abgeschätzt werden. Messungen sind also ein geeignetes Mittel des Gesundheitsschutzes, das von den gewerblichen Berufsgenossenschaften in vielen Einzelfällen wie in Form umfassender Meßprogramme zur Anwendung kommt und dabei der Technischen Aufsicht wie auch den Betrieben zugute kommt. Diese Meßaktivitäten der Berufsgenossenschaften sind im rechtlichen Sinne und von der Aufgabenstellung her mit der Meßverpflichtung der Unternehmer nicht gleichzusetzen, die sich aus § 18 Gefahrstoffverordnung [12] sowie der Unfallverhütungsvorschrift VBG 113 für krebserzeugende Stoffe [10] ableitet. Diese verpflichtet ihn, die Einhaltung der MAK- und TRK-Werte zu kontrollieren, die Gefährdungssituation zu beurteilen und die sich aus der Beurteilung ergebenden Schutzmaßnahmen festzulegen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • H. Blome
  • W. Coenen

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